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Dankbarkeit  –  ein großes Wort und oft geht dieses Gefühl, das deinen Körper in jede seiner Zellen durchströmen kann,  sang-  und klanglos unter.  Statt dessen macht sich Frust breit, Getriebenheit oder im schlimmsten aller Fälle sogar Neid, weil man den Blick eher auf andere als auf sich selbst richtet.  “Höher, besser, weiter!”, so nehme ich manchmal meine Umwelt wahr.

Was passiert aber, wenn man sich der Dinge bewusst wird, mit denen man so reich jeden Tag beschenkt wird?

Dankbarkeit, wie nehme ich sie wahr und wie verleihe ich ihr Ausdruck, darum geht es hier heute.

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„Danke!”

„Danke!”, kann man aussprechen und „Danke sagen” entbindet einen auch von weiteren Verpflichtungen, denn mit dem Wort „Danke!” setzt du auch sprachlich einen Punkt, dem nichts hinzugefügt werden muss.

Dankbarkeit ist aber vor allem spürbar und dieses Gefühl, das dich da durchströmt, ist schon ein wunderbares Geschenk.

Mir dessen bewusst zu werden, dazu nutze ich  hier oft die Zeit vor dem Einschlafen. Ich lasse die eventuellen Probleme und Belastungen bewusst vor der Schlafzimmertür und konzentriere mich auf das, für das ich dankbar sein kann.

Im Bett liegend, lasse ich den Tag Revue passieren und mache mir bewusst, was mein Herz heute so zum Hüpfen gebracht hat. Das kann mein Kaffee-Foto am Morgen gewesen sein oder ein entspanntes Miteinander morgens um sechs, wenn alle eigentlich noch lieber in ihrem Bett liegen würden.

Auch kann frau einfach mal dankbar sein, dass dieser anstrengende Tag gerockt ist und die Herausforderungen mal für ein paar Nachtstunden pausieren.

Dankbarkeit für eine Erkrankung

Doch da gibt es noch etwas, für was ich unendlich dankbar bin und das ist sind die schwierigen Jahre, die jetzt endlich hinter mir liegen, denn manchmal muss es einem wirklich komplett die Füße wegziehen, damit man wachgerüttelt wird und alles neu reflektiert.

Vor kurzem habe ich mich mal darüber nachgedacht, ab wann es mich so massiv umgeworfen hat und vor allem, was sich dadurch so fantastisch an die richtigen Stellen geschoben hat.

Ich bin da auf das Jahr 2010 gekommen, dem Jahr, in dem mein Schwiegervater gestorben ist (dadurch kann ich das überhaupt noch so genau sagen) und ich eine extreme Beziehungsenttäuschung von zwei wichtigen Menschen in meinem Leben erlebt habe.  Dass diese erlebte Enttäuschung quasi das Tüpfelchen auf dem “i” war und meine Depression vollständig zugeschlagen hat, ist mir erst Jahre später klar geworden.

Eigentlich lag ich da schon zusammengetrampelt am Boden, bin aber trotzdem immer weiter gekrochen, denn hier waren meine Töchter, also meine Familie, mein Job, der Haushalt und alles andere, für das ich immer weiter existiert habe. Außerdem dachte ich, dass ich einfach noch mehr die Pobacken zusammenkneifen muss und ich es mit noch mehr Leistung schon schaffen werde.

Auch das habe ich dann noch fast zwei Jahre hinbekommen, bevor es mich komplett umgeschmissen hat.

Sieben harte Jahre

Sieben harte Jahre liegen hinter mir und in dieser Zeit ging es eher ums Überleben, denn das Fühlen und Wahrnehmen war da „außer Betrieb“. An meiner Seite war aber meine Familie, neue und wichtige Menschen sind in mein Leben getreten, Wunden konnten heilen und Baustellen angegangen und beseitigt werden.

Nach und nach habe ich mich mit ganz viel Unterstützung von vielen Seiten wieder in das Leben zurückgekämpft und ein großer Schritt war es schon mal anzuerkennen, dass auch das eine Erkrankung ist und es deshalb auch Hilfe und ganz viel Zeit braucht, um zu heilen und einen Weg zu finden, damit und oft auch “drüber” zu leben.

 „Ich gebe mir die Zeit, die ich brauche, um gesund zu werden.”, dieser Satz hat sich in mir dann irgendwann gebildet und auch für diese Affirmation bin sehr dankbar.

Denn ganz weg wird es nie sein, dazu war es einfach zu lange ein Teil meines Lebens gewesen. Es hat  sich chronisch breit gemacht und auch wenn ich mich inzwischen gut kenne und weiß, was und wieviel geht, überrollt es mich an manchen Tagen einfach ohne Vorwarnung. Dann lautet der Satz für den Tag: „Es hat nicht die Macht, sich wieder so festzusetzen, achte darauf, was du brauchst.”

Alltagsfeierin

Durch diese anstrengende und fordernde Zeit, in der ich oft ans Aufgeben gedacht habe, bin ich schlussendlich zur Alltagsfeierin geworden. Ich habe wieder das Fühlen, Spüren, Genießen und Dankbarsein gelernt und habe so, bis auf meine “la Familia”, eigentlich alles komplett um 180° gedreht: eine neue berufliche Orientierung, ein fast komplett neuer Freundeskreis und vor allem der harte und kritische Umgang mit mir selbst wurde in einen liebevollen umgewandelt.

Rituale der Dankbarkeit pflege ich, außer dem Rückblick auf den Tag, aber nicht. „Danke”, zu sagen gehört bei mir einfach dazu.

Den Pubertinchen so ein regelmäßiges Ritual vorzuschlagen, damit wäre ich wahrscheinlich auch eher so semi-erfolgreich….und ein Augenrollen verbunden mit dem Gedanken: „Boah, was will sie denn jetzt schon wieder!” (Jep, Moms können Augenrollen und Gedanken lesen….das nur mal so am Rande ;-))))))), wäre hier die kurze und sehr knappe Antwort.

Allerdings merke ich, dass meine Ladies ganz von alleine schon ganz schön viel wahrnehmen.

Das „Hör ich da ein Mi?”, vom Fräulein Alltagsfeierin ist z. B. so ein Hinweis und erinnert mich dann daran, den Blick wieder auf die positiven Seiten des Tages zu lenken.

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Gründe zum Dankbarsein gibt es ganz schön viele……

Heidi vom Blog Einfach mal einfach hat mich zur ihrer Blogparade “3. Oktober – ein deutsches Thanksgiving” eingeladen. Ja warum nicht, denn neben dem Erntedankfest hat bei uns bestimmt auch noch ein “Tag der Dankbarkeit” Platz. Genau deshalb ist dieser Artikel einfach mal kurzfristig entstanden ;-))))) und ich habe mich mit dem Thema Dankbarkeit auseinandergesetzt. Denn eines ist sicher:

Ich bin dankbar

Meine drei Pubertinchen werden größer und gehen ihren Weg, das kann ich täglich spüren und das macht mich einfach dankbar.

Wir leben in einer friedlichen Zeit und können uns gut versorgen ohne uns wirklich viel sorgen zu müssen.

Ich bin dankbar für die neuen Perspektiven, die sich in beruflicher Hinsicht für mich herauskristallisieren und so mein ganz persönliches Berufspuzzle ergeben. Dankbar, dass ich mich so nicht vom Zusammenarbeiten abhängig machen brauche und immer die Wahl habe und mich nicht unter Wert verkaufen muss, damit am Ende des Geldes nicht noch reichlich Monat übrig ist.

Dankbar bin ich auch für die powervollen Frauen, die in mein Leben getreten sind und sicher noch treten werden. Die genau die passende Mischung bilden und wir so zusammen ein starkes Netzwerk aufbauen, uns unterstützen und diese Vibes sogar noch nach außen transportieren können.

Also warum nicht den 3. Oktober als Tag der Dankbarkeit oder deutsches Thanksgiving  zelebrieren, denn ich bin auch sehr für das vereinte Deutschland dankbar. Das wurde mir bei meinem Besuch in Leipzig so richtig bewusst.

Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber manche Gedanken dürfen auch mal bei mir bleiben. Deshalb gebe ich die Frage mal an dich weiter:

Wofür bist du heute dankbar?

Hast du ein Ritual, wie du das Dankbarsein zelebrierst? Schreibe es mir doch in den Kommentaren, ich danke dir dafür.

Wir sind heute in Sachen Geburtstagsfeierei unterwegs. Eine unserer Omas hat Geburtstag und wird stolze 85 Jahre, das werden wir jetzt gemütlich und dankbar feiern.

Ich wünsche dir einen fantastischen 3. Oktober, lass es dir gut gehen.

Dankbare Grüße

 

Bettina

P. S. Danke für die Einladung zur Bloggerparade, Heidi!

P. P. S. Möchtest du noch mehr Seelensachen von mir lesen? Hier findest du “Finde die Wurzeln in dir selbst.” und hier “Einzelstück”.

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Liebe Bettina,
ich möchte mich einmal bei dir für deine Offenheit, Herzlichkeit und deine tollen Blogbeiträge bedanken. Deine Beiträge berühren mich und stoßen einige Dinge bei mir an…aber ich bin noch nicht so mutig, die nächsten Schritte zu wagen.
Auf jeden Fall bin ich dankbar für deine Beiträge und verfolge weiterhin, was du für tolle Denkanstöße gibst.
Es ist ganz wunderbar, wenn man sich Menschen “nah“ fühlt, obwohl man “fremd“ ist. Danke auch dafür.
Ich werde nun den Gang zur Kaffeemaschine wagen, da ich ohne Kaffee quasi nur zur Hälfte existiere.

Es grüßt herzlich, Silvia

Antworten

    Guten Morgen Silvia,

    vielen lieben Dank für deinen Kommentar und auch deine Ehrlichkeit, dass dir noch ein bisschen der Mut fehlt. Denn du hast so viel Zeit wie du eben brauchst und lass dich eben nicht aus der Ruhe bringen, wenn dir ganz oft suggeriert wird, dass alles von jetzt auf gleich verändert werden kann.

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag mit klitzekleinen Glücklichmachern und dem Kitzeln der Sonne auf deiner Nase.

    Liebe Grüße

    Bettina

    Antworten

Liebe Bettina,
vielen Dank für die tollen Worte. Es tut mir einfach gut, deine Texte zu lesen. Ich war vor 3 Jahren in der Klinik und werde da auch im nächsten 5wieder hin müssen, oder dürfen.
Vielleicht könntest du von der Zeit ( wo es dir so schlecht ging)
berichten und wie du es geschafft hast zur Alltagsfeierin zu werden?
Hab einen wunderschönen Feiertag.
DANKE

Antworten

    Hallo Namensschwester,

    vielen Dank für deine Offenheit. Vielleicht kannst du das Müssen in ein Können oder Dürfen umwandeln ;-))))). Denn auch wenn so ein Aufenthalt in einer Klinik nicht ansatzweise etwas mit Spaß zu tun hat, hat es seine Berechtigung, weil du dort in einem geschützen Raum, dich nur mit dir beschäftigen darfst.

    Ich weiß nicht ob du alle meine Seelensachen schon gelesen hast, denn da steckt schon ganz viel von meiner Geschichte und der Verwandlung zur Alltagsfeierin drinnen. Lass mich das doch gerne kurz wissen und wenn du auch konkrete Fragen hast, schreibe mir das gerne per Mail.

    Aber deine Anregung mal die Zeit zu beschreiben, als ich gar nicht mehr konnte, darüber werde ich mal nachdenken. Denn die Gefühle bzw. dieses Nicht-Fühlen, kann ich noch klar wahrnehmen und deshalb kann ich darüber auch noch gut schreiben.

    Dazu brauche ich wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Sorg gut für dich.

    Liebe Grüße

    Bettina

    Antworten

Hallo Bettina!
Vielen Dank für Deinen tollen Text! Es lohnt sich, mal darüber nach zu denken. Denn ich glaube, das geht im stressigen Alltag viel zu oft unter.
Ich bin auf jeden Fall dankbar für meinen Mann und meine Kinder. Das Wichtigste in meinem Leben! ♥
Ich bin auch dankbar für die letzten harten Jahre. Ich konnte 2 lieben Menschen einiges zurückgeben, was sie für mich getan haben. Auch mich haben in dieser Zeit sehr nahe stehende Personen schwer enttäuscht. Ich kenne das Gefühl sehr gut. Und trotzdem muss ich auch dafür dankbar sein, denn dadurch habe ich einiges gelernt!
Danke, liebe Bettina für diesen Denkanstoß!
Ich wünsche Dir einen schönen Feiertag und eine schöne Geburtstagsfeierei! 😘
Liebe Grüße
Melanie

Antworten

    Guten Morgen Melanie,

    danke für deinen Kommentar. Etwas zurückgeben können ist wunderbar, denn “können” klingt für mich ganz druckfrei und dann ist das richtig toll.

    Meistens ist es ja so, dass einen diese extrem dunklen Zeiten, die man auf keine Fall nochmal erleben möchten, doch das Meiste lehren und einen gestärkt in die Zukunft blicken und gehen lassen.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.

    Sonntagsfeierliche Grüße

    Bettina

    Antworten

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