Alltagsfeierliche Ausmisterei 06-19 * Inneres Sortieren mit Mood- oder Visionboard *

Die alltagsfeierliche Ausmisterei hat die letzte Zeit ziemlich stagniert:  die Prüfungszeit zwei meiner Mädels, das etwas länger Renovieren des Fräulein Alltagsfeierin und die dadurch fehlenden Routinen und Freiräume haben dafür keinen Raum gelassen.

Im letzten Artikel hatte ich mich mit dem Thema “Zeug” beschäftigt und hier schon auf eines der nächsten Themenbereiche hingewiesen: ein Mood- bzw. Visionboard, das ich mir gerne einrichten möchte, um mich mit den o. g. Neuerungen und Herausforderungen zu beschäftigen.

Neue Ideen, daran mangelt es mir nie. Meistens ist es eher so, dass zu viele Gedanken, Projekte und Co. in meinem Kopf herumspuken und mich das dann nicht in einen Flow, sondern in die Stagnation treibt.

Alltagsfeierliche Begegnungen

Auf dem blogst Barcamp 19 in Frankfurt habe ich Marlene, eine liebe Bloggerkollegin wiedergetroffen und als wir ein bisschen gequatscht haben, sind wir auf die Idee gekommen, dass sie mein perfekter Sparring-Partner für diesen Artikel ist.

Warum, das erzählt sie dir gleich selbst und ich freue mich sehr, dass sie als Fachfrau dabei ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir dich motivieren könnten miteinzusteigen und über deine ganz persönlichen Themen ein Mood- und Visionboard zu gestalten, um  dich quasi so um deine ganz persönliche innere Ausmister- und Sortiererei zu kümmern.

Haste Bock? Dann übergebe ich jetzt an Marlene und sie stellt sich hier erstmal vor:

Marlene

Hej hej, ich bin Marlene, 32 Jahre alt und arbeite als Textildesignerin. Wer mich kennt, weiß, ich bin oft laut, manchmal leise, häufig chaotisch und ich liebe schöne Dinge, in jeglicher Hinsicht…

Sei es Interior, Mode, Essen, tolle Begegnungen oder das geschriebene Wort.

Hauptsache, es berührt mich, es regt mich an, Dinge neu zu denken und zu fühlen oder um ein neues Produkt zu entwickeln.

Dies bedeutet auch, dass ich nicht nur im beruflichen Kontext viele Moodboards mache, um den Startschuss für eine eine neue Kollektion zu geben, sondern diese tauchen in meinem privaten Alltag immer wieder auf, sei es in digitaler Form, analog auf einer Pinnwand oder im ganz kleinen in einem Notizbuch.

Ich hoffe, ich kann dich mit diesem Artikel dazu animieren, deine Ideen festzuhalten und darzustellen.

Manchmal kann aus einer Idee, sei sie noch so klein, etwas ganz Großes werden. Hat man diese kleine Idee erst einmal irgendwo niedergeschrieben, aufgepinnt oder gespeichert, geht sie nicht verloren.

Okay, dann fangen wir mal ganz von vorne an:

Was ist denn eigentlich ein Mood- bzw. Visionboard? Kannst du uns das mal erklären, Marlene?

Moodboard setzt sich ganz trocken aus dem engl. Wörtern  mood „Stimmung“ und  board „Tafel“ zusammen. und ursprünglich nutzte man diese vor allem als Präsentationsmittel für Werbeproduktionen.

Mittlerweile wird man überall auf dieses Tool stoßen, um Ideen zu visualisieren und zu kanalisieren.

Ein Moodboard bedeutet alles für mich, es ist der Auftakt aller Ideen. Ein kleiner Gedankenblitz, der zu so viel Neuem, Tollem und in meinem Job sogar zu einem Produkt führt.

Was visualisiert wird, hat die größte Chance, wirklich zu werden! (die alltagsfeierin ;-))))

Genau das habe ich, Bettina, nämlich schon erlebt. In einer Zeit, in der ich mich sehr verloren gefühlt habe, habe ich in einer Einzelstunde mal eine Collage erstellt, auf der lauter Bilder klebten, die irgendetwas in mir berührt haben.

Das ist dabei herausgekommen:

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Mein allererstes Mood- und Visionboard, ohne dass ich die Begrifflichkeit damals gekannt hätte.

Angesprochen hatte mich alles, davon real und spürbar war so gut wie gar nichts:

  • Genuss war mir nicht möglich, ich habe mir oft sogar das Essen verboten.
  • Rückzugsmöglichkeiten gab es keine, denn auch mein heißgeliebtes und stark benötigtes Sesselhausen ist mir durch die Collage erst bewusst geworden.
  • Auch die Fotografie hatte ich noch nicht für mich entdeckt.
  • Weder mein Blog noch Instagram waren zu diesem Zeitpunkt ein Thema in meinem Leben, geschweige denn mein heutiger Job war da bereits voraus zu ahnen
  • …….und noch so vieles mehr……

Tief in mir drinnen hat das alles schon existiert und du hast mich quasi als lebendigen Beweis dafür ;-))))).

Zur Zeit bin ich wieder an einem Punkt, an dem es so Einiges zu sortieren gibt und deshalb gebe ich jetzt mal an Marlene zurück.

Marlene, wie starte ich denn so ein Vision- oder Moodboard?

Meistens gibt es keinen besonderen Start, ich habe eigentlich immer eine Sammlung an Ideen, die auf Pinterest, auf einem physischen Board und in meinem Kopf gesammelt werden. Meistens völlig chaotisch. Es sind Dinge, die mich berühren, neugierig machen und ein gutes Gefühl in mir auslösen.

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Auf Pinterest sammele ich so einige Ideen. U. a. habe ich dort schon länger ein Moodboard für Fotos, die mich ansprechen.

 

Ein Moodboard hat keine Grenzen, für den Anfang startet man mit allen Ideen (in analoger oder digitaler Form), denn alles ist erlaubt.

Mutboard

Dies nenne ich auch immer Mutboard, denn hier kann man in jeglicher Tonalität, Ausprägung, Ästhetik und Atmosphäre alles sammeln, von Bildern, Skizzen, Schlagwörtern und Sprüchen, die einem in den Sinn kommen.

Das ist auch gut so, denn warum sollte man sich einschränken? Warum sollte man Ideen schon verwerfen, bevor sie überhaupt einmal einen Moment bekommen haben, um einfach mal zu sein?

Also gerne ein bisschen “größenwahnsinnig”?

Ja genau. Nur weil man eine Idee nicht direkt verfolgt, bedeutet dies ja nicht, dass diese Idee zu einem späteren Zeitpunkt nicht genau das ist, was wir brauchen.

Wenn man eine Idee erst mal irgendwo in visualisierter Form eines Bildes oder Schrift hat, so ist sie immer da!  Sie gehört erst einmal nur dir oder mir! Und das Schöne daran ist: es besteht erst einmal kein Druck.

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Druck raus! Auch beim Visionboard, da bin ich gleich dabei ;-)))).

Richtig, denn ob diese Idee nun auf dem chaotischen/ wilden Board schlummert oder du dich entscheidest, genau diese als erste zu realisieren, ist egal. Hauptsache das Gefühl, das diese Idee in dir ausgelöst hat, ist eingefangen.

Man darf nie vergessen: man darf sich auch erlauben, eine Idee ruhen oder fallen zu lassen, wenn man merkt, dass sie einem gerade nicht gut tut oder man nicht weiterkommt, zumindest im privaten Bereich ;-)))))).

Wenn man beruflich eine Vorgabe hat, die man nicht fallen lassen kann, ist dies etwas anderes, das bedeutet, man muss den Blickwinkel ändern (dies ist aber noch einmal eine andere Geschichte).

Vielen lieben Dank Marlene, ich glaube das ist für heute ein fantastischer Einstieg und beim nächsten Mal gehen wir vielleicht anhand eines konkreten Beispiels weiter vor.

Für dich mein*e liebe*r Leser*in habe ich jetzt noch ganz kurz das DIY für mein ganz persönliches Moodboard bzw. zwei Möglichkeiten, wie es aussehen könnte.

Wie du weißt, habe ich ja schon so diverse Listen erstellt, das funktioniert für mich am besten mit einem Block, der normalerweise Bestandteil eines Flipchart ist, nur, dass er direkt mit Haken an der Wand befestigt wurde. Für meine Ist-Liste ist das so super, für meine unendlichen Ideen brauche ich noch mehr Raum.

Dafür habe ich mir einen Platz in meinem Arbeitszimmer ausgesucht, der nicht komplett öffentlich ist, an dem ich aber doch so einige Male am Tag vorbeikomme.

DIY Moodboard / Visionboard

Ich habe den vorhandenen Platz ausgemessen und mir genau für diese Größe eine Korkpinnwand am Stück (selbst bezahlt ;-))))) bestellt. Diese hat Herr Göga mit Korkkleber auf eine gleichgroße MDF-Platte aus dem Baumarkt geleimt und an die Wand geschraubt.

Jetzt habe ich einen auf zwei Meter Platz, um mit Post-Its, Bildern, Blättern und Co. erstmal ein Chaos zu schaffen, das es dann im nächsten Schritt zu sortieren gilt.

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Make Dreams come true

Hast du Lust, auch mal deinen Träumen, Wünschen und Ideen Raum und Ordnung zu geben? Dann steig gerne mit ein. Denn innerliches Sortieren und Ausmisten ist mindestens genauso wichtig wie das äußere und wer weiß, was für Träume und Wege dann da freigelegt werden…..

Erzähl uns gerne davon, wir sind gespannt.

Kennst du diese Technik, um Projekte oder ähnliches zu visualisieren und zu sammeln? Hast du das auch schon mal via Pinterest, mittels Brainstorming, einer Collage oder eines Bullet Journals probiert? Schreib mir gerne hier, auf Insta oder auch per Mail, denn dann haben wir ganz viel Stoff für unseren nächsten Artikel.

Denn nachdem jetzt die Grundlagen klar sind, geht es zum nächsten Schritt und auch da hilft mir Marlene.

Marlene und ich wünschen dir einen phantasievollen Vizefreitag.

Donnerstagsfeierliche Grüße

 

Marlene und Bettina

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo Bettina und Marlene!
Die Idee gefällt mir! 😍 Bisher notiere ich mir solche Ideen immer auf einem Notizblock oder hab sie im Kopf. Aber es für mich täglich – quasi im vorbei gehen – sichtbar zu machen, finde ich gut!
Darüber werde ich mir mal intensiver Gedanken machen!
LG
Melanie

Antworten

    Guten Morgen Melanie,

    ja solche Notizblöcke-, -bücher und Co. habe ich auch….aber so langsam muss mal eine Struktur rein und ich möchte mir auch ein paar Dingen, zur Zeit noch unbewusst und nicht greifbar, bewusst machen.

    Dazu ist so eine große, erstmal sehr chaotische, Herangehensweise wirklich sinnvoll.

    Ich selbst bin sehr gespannt, was das bei mir so macht.

    Hab einen guten Wochenstart.

    Liebe Grüße

    Bettina

    Antworten

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