Seelensachen No 53 – Warum ich die alltagsfeierin geworden bin – Teil IV – auf einer psychosomatischen Station

Jetzt hat es doch fast zwei Jahre gedauert, bis es zum Teil vier meiner alltagsfeierinnen-Serie gekommen ist.

Ich habe mich gefragt, warum das so ist und festgestellt, dass ich mich wohl in einem großen Loslass-Prozess befunden habe. Einfach mehr in die Zukunft orientiert und das auch deshalb, weil wieder ein großes Stück Heilung passiert ist, während ich mich #schrittfürschritt mit meinen Wünschen, Hoffnungen und Träumen beschäftigt habe.

Und eben nicht nur beschäftigt, sondern ich habe das Machen gewählt und gerade was seit August 2020 alles in mein Leben gepurzelt ist, ist schon im Rückblick mehr als erstaunlich.

Dennoch finde ich es wichtig, diese Serie auch zum Abschluss zu bringen und den Weg in Gedanken nochmal abzulaufen, es wird sich zeigen, was ich mit dir teilen kann, gerade wenn du dich auch in einer schwierigen (Krankheits-)Phase deines Lebens befindest.

Lass uns kurz zurückblicken:

Im Teil 1 habe ich dich ins Jahr 2010 mitgenommen und dir von meinem herausfordernden Alltag als Workingmom von drei Grundschulmädchen erzählt.

Teil 2 beschäftigt sich mit meinem absoluten Tiefpunkt im September 2012, der aber der Anfang von meiner alltagsfeierlichen Lebensweise war.

Im Teil 3 nehme ich dich mit hinter die Kulissen einer Tagesklink

August 2013

Ich bekomme noch jetzt eine Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke, wie wohlwollend und unterstützend das Team der Tagesklinik dafür sorgte, dass ich auf den ersten Sommerferientag einen Platz auf der psychosomatischen Station des Krankenhauses bekommen habe.

Denn auch damals waren die Stationen schon gut frequentiert und nicht selten dauerte es Monate, um überhaupt eine Chance für eine stationäre Aufnahme zu bekommen.

Ich war zwar noch nie auf einer Reha, wenn ich dir so eine Station beschreiben soll, kann ich mir gut vorstellen, dass das auch vergleichbar mit einer Reha-Klinik ist.

Die erste Überraschung erwartete mich schon bei der Aufnahme: ich bekam ein Einzelzimmer und konnte das überhaupt nicht glauben. Üblicherweise teilen sich dort zwei gesetzlich versicherte Patient:innen ein Zimmer.

So stand ich nun seit Jahren also das erste Mal wieder in einem Raum, der nur mir allein gehörte, in dem ich mich wie in einer Höhle vergraben konnte und nur das zu tun hatte, was mir selbst guttat.

Zuhause hatte ich diesen Rückzug, (noch nicht ;-))) und auch das war wohl eines meiner Puzzleteile, die ich ganz persönlich gebraucht habe, um wieder stabiler zu werden.

Was ist eine Station für psychosomatische Medizin und Psychotherapie?

Die Station für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bietet einen mehrdimensionalen Behandlungsansatz, in welchem ein geschultes therapeutisches und pflegerisches Team dem Patienten neue Erlebnisräume ermöglicht, ihn vor belastenden Reizen abschirmt und dabei unterstützt, Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Im Team arbeiten Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Gestaltungs-, Tanz-, Körper- und Physiotherapeuten zusammen, unterstützt von motivierten und aufgeschlossenen Pflegekräften. Das Therapieprogramm setzt sich aus tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutischen und traumaspezifischen Lösungsansätzen zusammen und wird mit dem Patienten individuell besprochen.

Außer der Bearbeitung von anhaltenden Problemen und aktuellen Lebensbelastungen werden Selbstwahrnehmungen, Psychohygiene und Selbstannahme in besonderer Weise in die Therapie einbezogen. (Quelle khtbb.de)

Indikationen für die Aufnahme:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • somatoforme Störungen
  • Psychosomatosen
  • Zwänge
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Trauma-Erfahrungen
  • Lebenskrisen

Der Weg zurück zu mir

Als Muttitasking-Talent bist du nun mal immerzu und ständig in Bereitschaft, du denkst nicht nur für dich, sondern auch für deine Familie mit und wenn du schön in der Gemeinschaft intergriert sein möchtest, dann kommen neben Job, Kinder, Mann, Haus und Hof auch noch die Ehrenämter dazu.

Wie ich im vorangegangenen Artikel schon erwähnt habe, war meine Familie gut versorgt und sie verbrachten schöne Ferientage in Kroatien. So hatte ich kein schlechtes Gewissen, sondern konnte wirklich gut auf dieser Station ankommen.

Wenn ich mich richtig erinnere, waren wir dreißig Personen, die allerdings nur zu den Essenszeiten gemeinsam in einem Raum waren. So fühlte sich das für mich gut aushaltbar an und feste Sitzplätze und auch ein „Stunden- bzw. Therapieplan“ sorgte für die nötige Struktur.

Denn gerade das kann bei Menschen mit psychischen Erkrankungen stark eingeschränkt sein: überhaupt aufzustehen oder regelmäßig zu essen, fällt vielen schon unendlich schwer.

Mit Struktur und Kontrolle hatte ich nicht wirklich meine Herausforderung, war das doch das, was mich die Jahre mit Depressionen noch am Funktionieren gehalten hatte.

Für meine Familie, alles und jeden war ich da und abrufbereit; so war es nun meine Aufgabe mir zu erlauben, einfach mal nur das zu tun, was sich für mich gut anfühlte.

Und auch das war schon eine Herausforderung, denn was und wer dieses „Ich“ eigentlich war, das durfte ich erstmal wieder entdecken.

Gerade das übermäßige Laufen (durchschnittlich 20 – 30 km am Tag) begleitete mich noch eine lange Zeit und auch das Kontrollieren meines Gewichts (ich hatte eine Waage „eingeschmuggelt“), konnte ich nicht lassen.

War es aber doch auch meine Therapie, denn das, was mir am meisten zusetzte, war mein lauter Verstand und innerer Kritiker, der mich noch immer nicht in Ruhe ließ.

Ein erster Durchbruch

Ich erinnere mich noch genau an eine Körpertherapie, bei der ich das erste Mal wahrgenommen habe, dass mein Verstand einfach ruhig war. Ich war davon so überwältigt, dass ich nur noch weinen konnte. Was hatte ich mich nach dieser Stille gesehnt.

Und auch die anderen Therapien halfen: autogenes Training, Einzel- oder Gesprächstherapien und auch über Kreativität wieder mit mir in Kontakt zu kommen, tat mir unendlich gut.

Tiefe Tiefen

Es dauerte und dauerte und auch wenn ich nun schon ab und an kleine Lichtblicke erahnen konnte, war der Nebel, der mich umgab, doch noch mehr als präsent.

Oft war ich verzweifelt, denn auch nach den nächsten sechs Wochen, mein nächster innerer Zeitpunkt, dann endlich wieder „funktionierend“ meinen Job als Mama wieder übernehmen zu können, erwies sich als nicht realistisch.

So bekam ich an einem äußerst dunklen Tag eine Einzelstunde Gestaltungstherapie. Die Therapeutin schob mir einen Stapel Zeitschriften zu und wollte, dass ich eine Collage klebe, mit Bildern oder Worten und Sätzen, die ganz unten in mir etwas zum Klingen brachten.

Unmotiviert und doch auch bereit es zu tun (sie hatte es mir ja gesagt ;-))), setzte ich mich hin, schnitt und klebte drauflos.

Das Ergebnis siehst du hier und als ich diese Collage 2016 wiedergefunden habe und ich feststellte, dass ich das nun so auch wirklich lebe, war ich zutiefst berührt.

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Die Collage, die während des stationären Aufenthalt entstand und einfach wahr wurde…Gut, so ne Badewanne mit Füßen fehlt noch ;-)))).

Oktober 2013

Es dauerte noch bis Anfang Oktober, bis ich mich stabil genug fühlte, wieder in meinen Alltag zurückzukehren. Testmöglichkeiten, ob das nun auch wieder gut funktionieren würde, hatte ich durch die Wochenenden (von Samstag auf Sonntag konnte man auch nach Hause) genug getestet und ich fühlte mich bereit, mich dem zu stellen.

Schicksalschläge – Runde 2

Ich greife für dich nun nochmal kurz vorweg, denn im Jahr 2014 verbrachte ich nochmal 2 Monate stationär im Krankenhaus.

Kurz nach meiner Rückkehr in den Alltag erkrankte meine Freundin Moni wieder an Krebs. Davon erzählt hat sie mir Anfang November, gestorben ist sie bereits Ende Januar 2014 und nachdem dann noch eine Freundin an Brustkrebs erkrankte und ich zu guter Letzt noch betriebsbedingt gekündigt wurde, war mein sehr wackelig gefestigtes System nicht in der Lage, das ohne professionelle Hilfe zu wuppen.

In dieser Zeit fühlte ich mich wie ein Geist, gar nicht mehr zu mir gehörend und doch da. Ich zog mich noch mehr zurück und war so gut versorgt.

Und doch merkte ich, dass ich dem Therapieren und An-Mir-Arbeiten so müde war und nachdem ich wieder etwas stabiler war, entschied ich mich, den Weg nun von meinem Zuhause aus mit ambulanter Therapie und ärztlicher Begleitung weiter zu verfolgen.

„Ich gebe mir die Zeit, die ich brauche, um gesund zu werden.“

Das war der Satz, an dem ich mich Tag für Tag festhielt und so mit vielen Pausen und Nachsicht mir gegenüber erstmal nur für meine Familie und vor allem für mich dazu sein.

Mein Durchbruch – kleine Glücklichmacher

Und wie bin ich jetzt zur Alltagsfeierin geworden?

Es begann ganz unaufgeregt, damit, dass ich z. B. wieder Genuss empfinden konnte, wenn ich mir morgens, nachdem meine Mädels gen Schule zogen, einen perfekten Kaffee zubereitete: Mit Milchschaum und Blütenzucker. Mein „Sesselhausen“ wurde angeschafft und somit der erste Rückzugsort, der mein eigener war und auch durch den Ausbau des Rohbaukellers entstand für mich das erste kleine Zimmer, das nur das meine war.

Durch die Klinik hatte ich meine Kreativität wieder gefunden und so mit Scrapbooking begonnen. Ich gestaltete nun Karten und Collagen und nahm mir Zeit auch abwechslungsreicher zu kochen oder zu backen.

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Bewegt habe ich mich noch immer viel und auch große Puzzle sorgten dafür, dass ich mich oft einfach in mich zurückziehen konnte.

Dann schenkte mir Herr Alltagsfeierei ein altes I-Phone und ich war regelrecht geflashed, dass das nun echt mal schöne Fotos machte.

Instagram

Eines Tages kam meine große Tochter zu mir und wollte wissen, ob sie ein Instagram-Account anlegen dürfte.

Ich kannte bis dahin nur Blogs, Pinterest und FaceBook und gerade letzteres fand ich einfach nicht für meine Mädels geeignet.

Okay, um das entscheiden zu können, meldete ich mich dort also an. „kartenliebe“ hieß ich damals, denn zum Ausprobieren musste ja auch etwas gepostet werden.

Das erste sehr verwackelte Bild war eine Gutschein-Collage zum 40. Geburtstag einer Freundin und auch meine Karten hielt ich so fest, um sie dann auch von Herzen verschenken zu können…auf dem Bild waren sie ja noch bei mir.

Es folgte bald ein erstes Kaffeefoto und mit den ersten Herzen und einem „guten Morgen“ einer unbekannten Frau nahm alles seinen Lauf.

Insta wurde mein Tagebuch, um mich auch an den dunklen Tagen daran zu erinnern, für was ich dankbar sein konnte und was in all der Schwärze, die mich immer noch oft heimsuchte, doch gut war: der Kaffee oder eine schöne Sonnenblume z. B.

Es blieb nicht nur beim Gucken, sondern in mir loderte der Wunsch, dass ich auch so schöne Fotos machen wollte, wie viele das auf Insta taten. Ich fing an mich damit zu beschäftigen und es zu lernen. Außerdem schrieb ich wohl auch über kleine Glücklichmacher und darüber, dass es hilfreich sein kann, sich dem bewusst zu werden und so eben nicht nur aufs Wochenende hinzuleben.

Es war, glaube ich, September 2015, als mich der Name die_alltagsfeierin fand…ich weiß nicht mehr, wie es genau war und doch ließ mich das nicht mehr los.

Inzwischen postete ich auch schon unser tägliches Mittagessen und ich wurde nach den Rezepten gefragt…

diealltagsfeierin.de

Zum einjährigen Insta-Jubiläum habe ich mir dann meinen Blog diealltagsfeierin.de geschenkt (okay, so geschenkt war das nicht ;-))). Mit viel Einsatz und Lernen habe ich mich in diese Materie eingearbeitet) und nicht lange danach kamen die ersten kleinen Kooperationsanfragen…

Ja und jetzt haben wir 2022, ich habe inzwischen ein Kleingewerbe und bin geprüfte Fotodesignerin. Durch die jahrelange Therapie habe ich Jahr für Jahr immer mehr Bettina entdeckt und das, was mich bewegt und ausmacht.

Fernstudium-Fotodesign-5515

Als dann Human Design und die Spiritualität mein Leben noch erobert hatten, kamen weitere Puzzleteile an ihre richtigen Stellen, so dass die Coaching-Ausbildung nun ein weiterer (Zwischen?-) Schritt auf meinem persönlichen Lebensweg ist.

Ich habe gelernt, dem Leben immer mehr zu vertrauen und möchte das mit dir teilen. Und auch wenn ich nicht weiß, wohin mich das alles noch führen wird, bin ich einfach dankbar.

Ja, selbst für diese zehn sehr dunklen Jahre, die mich erst zu der Frau gemacht haben, die ich wohl hier im Puzzle des Lebens sein soll.

#derwegentstehtbeimgehen

Davon bin ich überzeugt und ich möchte dir mit meinem Artikel Mut machen, gerade wenn du dir das gar nicht vorstellen kannst.

Geh los und wenn du noch Fragen hast, bitte stelle mir sie gerne.

Was wirklich wichtig ist und was ich auf jeden Fall nochmal betonen möchte: Depression ist eine Krankheit und wenn du den Verdacht hast, dass deine Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit diese Erkrankung sein könnte, dann nimm dich wichtig und kläre das ab oder bitte um Hilfe: DU BIST ES WERT!

Bundesweite Hilfs- bzw. Beratungsangebote für akute Krisensituationen:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (Notarzt): Tel. 116 117.
24 Stunden Bereitschaftsdienst, Hausbesuche. Der Allgemeinarzt kann vor Ort Medikamente geben und falls nötig, die Einweisung in eine Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie veranlassen. www.kbv.de

Telefonseelsorge: Tel. 0800 – 111 0111 oder 0800 – 1110222
Anonyme, kostenfreie Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit: www.telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon “Nummer gegen Kummer”: Tel. 0800 – 111 0333 
Anonyme, kostenfreie (erscheint nicht auf der Telefonrechnung) Beratung von Montag bis Samstag von 14.00 bis 20.00 Uhr, Online-Beratung per E-Mail möglich. Elterntelefon Tel. 0800 – 111 0 550. www.nummergegenkummer.de (Quelle: https://www.br.de/radio/bayern2/psychischer-notfall-hilfe-bei-seelischen-krisen-100.html)

Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, bis hierhin zu lesen. Wenn du noch mehr Details möchtest, kannst du dich gerne durch meine Seelensachen lesen, dort habe ich ab 2016 meinen Weg dokumentiert.

Hab einen zauberhaften TagBettina, diealltagsfeierin.de

#beYOUtiful und liebe Grüße

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3 Kommentare

  1. Liebe Bettina, ich „kenne“ dich eigentlich schon einige Jahre bei Instagram als DieAlltagsfeierin – und hatte sogar letztes Jahr ein Reading bei dir – trotzdem lese ich eher selten deinen Blog.
    Diese vierteilige Serie hat mich gerade sehr berührt und einiges in mir zum klingen gebracht. Ich fühle mich sehr ähnlich wie du 2014. Das macht mich ein bisschen traurig, weil ich nicht weiß, wie und ob ich jeeeemals da rauskomme… ich hab schon viel gemacht (Reha, Trauerbewältigung, Therapie), aber es fehlt das transformieren. Ich rutsche immer wieder ins berufliche Hamsterrad zurück, bin zu müde für die „schönen“ Dinge usw. Warum ich dir das hier so wirr schreibe? Keine Ahnung, es musste einfach raus. LG Nina

    • Liebe Nina,

      hey, auch wenn es ein ernster Anlass ist, schön von dir zu hören. Es ist ein langer Weg und ich hoffe, dass du merkst, dass ich mir viel Zeit gelassen habe, um gesund zu werden. Ich erinnere mich noch gut an das Reading, inzwischen ist es für mich noch klarer, dass es oft einfach guttut, gemeinsam einen längeren Weg zu gehen. Deshalb jetzt auch meine Membership, denn da ist so viel mehr als HD.

      Vielleicht hilft dir ein wenig, du meine Seelensachen von Anfang an liest und das Thema „die schönen Dingen“ dürfen immer an erster Stelle stehen. Auch wenn das so wenig klingt, so bin ich aus der Depression gekommen: jeden Tag ein kleiner Lichtblick und mir bewusst zu machen: es darf die Zeit brauchen, die es dauert und auch wenn es noch so dunkel ist, die ersten Lichtfunkeleinen kann ich vielleicht noch nicht spüren, aber weiß schon, dass sie da sind.

      Danke für deine Offenheit und das du es rauslässt, denn es geht so vielen so und es wird einfach noch immer so totgeschwiegen, das muss sich ändern.

      Liebe Grüße

      Bettina

  2. Liebe Bettina,

    ich danke Dir für’s Mitnehmen auf Deiner Reise. Dein Artikel hilft sicherlich sehr beim „Enttabuisieren“ (äh … gibt es das Wort überhaupt???) von psychischen Krankheiten.

    „Ich gebe mir die Zeit, die ich brauche, um gesund zu werden.“

    Was für ein schöner kraftvoller Satz. Der wird jetzt erweitert um „Ich gebe mir die Zeit und den Raum …“ und wandert an mein „Mutboard“ … denn ich gerate durch die Vermittlungsbemühungen der Arbeitsagentur gerade wieder unter Druck …

    LIebe Grüße von Katrin … und alles, alles Gute … Du machst das toll.

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