Yoga, my Love oder sehenden Auges in die Dunkelheit – Gastartikel Biene

Sabine Quambusch vom Glückskindyoga. Yoga in the Dark

Hey, ich bin die Biene und DU fehlst mir grad so sehr! Du Mensch, mit dem ich gemeinsam – in Echtzeit und von Angesicht zu Angesicht – lachen, interagieren und Yoga praktizieren kann, mit dem ich durch den Flow fliegen kann.

47 Jahre bin ich jung, dezent chaotisch und eigentlich Yoga-Lehrerin mit Leib und Seele.

Eigentlich… Warum eigentlich eigentlich?

Sabine Quambusch vom Glückskindyoga. Yoga in the Dark

Fotocredit: Sabine Quambusch

Wie das alles bei mir angefangen hat, fragst Du Dich? Und was die Dunkelheit in unserer sichtbaren Welt damit zu tun hat? Lass es mich Dir erklären und vielleicht findest Du Dich wieder…

Ich war schon immer ein ausgewachsener Faulpelz, was Sport anging – “Bitte bloß nicht zu viel Bewegung” war das Credo. Aber es gab da diesen Wunsch nach sanfter Bewegung. Und beim Yoga gibt es doch dieses coole Chillen am Ende der Stunde, die Totenstellung – eine Übung, welche ich mir durchaus zutraute.

Tatsächlich fühlte ich mich zu Beginn dieser Lovestory oft mehr tot als lebendig. Mit der damals herrschenden Hektik in meinem Leben nicht klarkommend und ernstzunehmender Unzufriedenheit machte ich mich – recht spontan – auf den Weg auf die Matte.

Der Beginn einer ganz besonderen Lovestory

Bewegung, Atmung – das tat ich doch sowieso jeden Tag, mehr oder weniger begeistert. Aber das hier war und ist etwas anderes… LIEBE! Du musst nicht sportlich sein, du darfst unruhig und voller Erwartung auf deiner Matte hin und her rutschen und nein, du musst dir nicht den linken Zeh ins rechte Nasenloch stecken!

Du darfst Hingabe lernen, erfahren, spüren und leben! Verstehen, dass es immer und zu jeder Zeit, egal wo auf diesem Planeten, sicher ist, Du zu sein!!! Völlig egal mit was für einer „Grundausstattung“ Du zu Deiner ersten oder 100sten Yoga-Stunde erscheinst. All das durfte ich erleben, daran wachsen und nun möchte ich Dich einladen, Dein Herz zu öffnen!

Ja, gute Sache! Und wo bleibt jetzt die Dunkelheit, fragst Du Dich?! Man kann mich sehen! Andere können sehen, wie steif und ungelenk ich bin. Die anderen können sehen, wie überfordert ich bin und wie ich bei der hippen Matten-Nachbarin die Übungen abschaue und dann trotzdem unelegant auf dem noch untrainierten Hinterteil lande. Man sieht mich… wäre jetzt nicht eine ordentliche Portion Dunkelheit, es dürfte auch ein mittelgroßes schwarzes Loch sein, perfekt?!

Sabine Quambusch vom Glückskindyoga. Yoga in the Dark

Fotocredit: Sabine Quambusch

Ok, gehen wir der Sache auf den dunklen Untergrund: Du bist sicher! Vollkommen safe! Es ist total normal auch mal nach links und rechts zu schauen – wir sind Menschen!

Jetzt stell Dir vor, wir haben „ge-omt“, sind dem herabschauenden Hund begegnet und haben tief geatmet und Du hast Dich vielleicht – wie ich auch – in Shavasana, meiner Königsdisziplin, das Totenstellungs-Ding mit der totalen Entspannung, verliebt.

Und dann geht das Licht langsam aus…

Hast du Dir schon mal vorgestellt wie es wäre, auf Deinen Hauptsinn, Dein Augenlicht, für die Dauer einer Yogastunde, zu verzichten? Im Dunkeln sein, kein Vergleich mehr möglich, auf verdunkelter Augenhöhe mit der flotten Matten-Nachbarin?

All deine anderen Sinne werden in der “dunklen Phase” geschärft. Du lernst, Dich auf Deinen Tastsinn, Deine “innere” Orientierung auf der Matte und auf Dein Gehör zu verlassen.

Und dafür musst Du nicht auf einem Stein sitzend in tiefer Meditation versunken sein. Nein, Dein Körper wird Dir zeigen, wie sehr Du ihm vertrauen darfst. Er wird Dich wissen lassen, dass an dem Spruch, „Du bist perfekt, so wie du bist!“ etwas dran ist.

Eine Erfahrung, die Dich in Deinem Alltag selbstbewusster und sicherer werden lässt. Eine Erfahrung, die dazu führt, dass Du Deinem Körper mehr (zu)traust – weil er Dich durch die Dunkelheit geleitet hat. Und nicht zuletzt kann die Dunkelheit ein intensiver Rahmen für ein inniges Date mit Dir selbst sein! Wann warst Du das letzte Mal mit dem wichtigsten Menschen Deines Lebens, mit Dir selbst, ganz innig?

Zeit mit dir selbst

Das Licht wird gedimmt, Kerzen lösen die künstliche Lichtquelle ab und dann wird es finster. Ein Tuch vor Deinen Augen und die Schwärze um Dich herum. Hey, klar könntest du jetzt einen verstohlenen Blick werfen (lugen) und schauen, ob das Licht nun wirklich verschwunden ist.

Aber tu das nicht, vertrau Dir, vertrau dem Leben und natürlich mir und lass Dich fallen.

Da tauchen sie wieder auf, die sanften Bewegungen, das Atmen und alles nur für Dich und mit Dir!

Und doch ist etwas anders. Du bist ganz bei Dir und Dein Körper fließt durch die Bewegungen, als ob er oder sie in den letzten Jahren nichts anderes getan hätte. Bewegungen, von denen Du nicht ahntest, dass sie möglich sind, nehmen Dich mit auf eine wunderbare Reise. Alles andere ist unwichtig geworden, voller Vertrauen spürst du endlich DICH!!!

Du Mensch, du fehlst mir so sehr! Gemeinsam den Sonnengruß, den Mond- und den Sternengruß erleben und zusammen volles Vertrauen durch die Dunkelheit gehen…

Sabine Quambusch vom Glückskindyoga. Yoga in the Dark

Fotocredit: Sabine Quambusch

Gemeinsam!

Ich hoffe ich habe dir ein bisschen Appetit gemacht! Hunger aufs Leben; Lust darauf, die Matte auszurollen und dich zu feiern! Genieße DEIN Yoga, egal ob hell oder dunkel – vielleicht einmal mit mir zusammen?

Es würde mich brennend interessieren, wer sich von uns beiden zuerst bewegt?! ;O)

Namasté

Deine Biene

P. S. Vielen lieben Dank für deinen zauberhaften, herzöffnenden Artikel, Biene. Und weil sie so in ihrer Yogapraxis versunken war, dass du gar nicht weißt, wo du sie finden kannst: via Instagram @glueckskindyoga oder bald auch wieder über ihre Website sabine-quambusch.com

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