Serotonin – Dein innerer Ruhepol und Glücksbringer – Teil 3 des Belohnungskreislaufes – Seelensachen No. 65

Serotonin – Dein innerer Ruhepol und Glücksbringer - Teil 3 des Belohnungskreislaufes – Seelensachen No. 65,

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk und besitzt ein ausgeklügeltes System, um unser Wohlbefinden zu steuern. Während Dopamin uns motiviert und antreibt und Adrenalin/Noradrenalin uns in den „Kampf-oder-Flucht“-Modus versetzen, ist Serotonin unser „Glückshormon“ – der Botenstoff, der für innere Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit sorgt.

Die 5 Belohnungskreisläufe, wie Neurotransmitter dich dabei unterstützen vom Träumen ins Machen zu kommen - Teil 1 - Vorfreude - Dopamin. gesund gefragt - ganzheitlich geantwortet. Susanne Eble mit diealltagsfeierin.de

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Serotonin ist ein wahres Multitalent. Es beeinflusst nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unseren Schlaf, unser Essverhalten und sogar unsere Verdauung. Rund 90 % unseres Serotonins wird im Darm produziert – ein faszinierender Fakt, der zeigt, wie eng unsere mentale Gesundheit mit unserer Darmgesundheit verknüpft ist

Doch was genau macht Serotonin in unserem Körper? Und was passiert, wenn wir zu wenig davon haben? In diesem Artikel erfährst du alles über diesen wichtigen Neurotransmitter, warum er nicht direkt messbar ist und wie du ihn auf natürliche Weise steigern kannst.

Serotonin – der Schlüssel zu Gelassenheit und Glück

Serotonin ist ein Neurotransmitter, der eine zentrale Rolle in unserem emotionalen Gleichgewicht spielt. Es beeinflusst unsere Stimmung, unser Wohlbefinden und sogar unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Ein stabiler Serotoninspiegel sorgt für eine positive Grundstimmung, geringere Stressanfälligkeit, ausgeglichenes Essverhalten, innere Ruhe und ein Gefühl von Zufriedenheit.

Was passiert, wenn Serotonin fehlt?

Niedrige Serotoninspiegel können zu Stimmungsschwankungen, schlechter Laune, Ängsten, erhöhte Reizbarkeit, Stressanfälligkeit und sogar Depressionen führen. Menschen mit Serotoninmangel neigen zudem häufiger zu Heißhungerattacken – vor allem auf Zucker und Kohlenhydrate. Das liegt daran, dass Kohlenhydrate die Serotoninproduktion kurzfristig anregen. Aber Achtung: Der Effekt hält nur kurz an, und danach fällt der Spiegel wieder ab – ein Teufelskreis beginnt.

Warum kann man Serotonin nicht direkt messen?

Im Gegensatz zu anderen Botenstoffen wie Dopamin oder Cortisol kann Serotonin nicht einfach im Blut oder Urin bestimmt werden. Der Grund: Serotonin wirkt hauptsächlich im Gehirn, doch Bluttests messen vor allem das Serotonin aus dem Magen-Darm-Trakt – und das sagt wenig über den Serotoninspiegel im Gehirn aus.

Serotonin entsteht zu 90 % im Darm!

Der größte Teil des Serotonins wird tatsächlich nicht im Gehirn, sondern im Verdauungstrakt produziert. Dort reguliert es unter anderem die Darmbewegung. Nur ein kleiner Teil des Serotonins wird im Gehirn hergestellt – und genau dieser Teil ist für unsere Stimmung verantwortlich.

Da Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, bringt es wenig, einfach Serotonin als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Stattdessen müssen wir unserem Körper die Bausteine liefern, die er zur eigenen Produktion benötigt. Manchmal wird 5-HTP empfohlen oder als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen.

5-HTP (5-Hydroxytryptophan) ist eine Vorstufe von Serotonin, einem Neurotransmitter, der für Stimmung, Schlaf und Wohlbefinden wichtig ist. Es wird aus der Aminosäure Tryptophan gebildet und ist, anders als Serotonin, hirnschrankengängig.

So steigerst du dein Serotonin auf natürliche Weise

Da Serotonin aus der Aminosäure Tryptophan gebildet wird, ist eine gezielte Ernährung besonders wichtig. Aber auch Licht, Bewegung und ein bewusster Lebensstil tragen dazu bei, dass dein Serotoninspiegel im Gleichgewicht bleibt.

1. Ernährung – Bausteine für mehr Serotonin

Damit dein Körper Serotonin herstellen kann, braucht er bestimmte Nährstoffe:

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  • Tryptophanhaltige Lebensmittel: Eier, Fisch, Nüsse, Käse und Haferflocken sind reich an dieser wichtigen Aminosäure.
  • Bananen & Datteln: Sie enthalten Vorstufen von Serotonin und können stimmungsaufhellend wirken.
  • Grünes Blattgemüse & Hülsenfrüchte: Sie liefern B-Vitamine und Magnesium, die für die Serotoninsynthese essenziell sind.
  • Tipp: Serotonin bildet sich besser, wenn du Tryptophan mit komplexen Kohlenhydraten kombinierst – z. B. Haferflocken mit Nüssen oder Linsen mit Quinoa.

2.  Licht – der natürliche Booster

Sonnenlicht ist einer der stärksten natürlichen Serotonin-Booster. Kein Wunder, dass wir uns im Sommer oft glücklicher fühlen als an dunklen Wintertagen!

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10–15 Minuten Tageslicht am Morgen genügen, um die Serotoninproduktion anzukurbeln.
Ein Mangel an Sonnenlicht kann zu Winterdepressionen führen – besonders in den dunklen Monaten lohnt sich daher eine Lichttherapie.

3.  Bewegung – Glückshormone auf Knopfdruck

Sport und Bewegung sind bewährte Methoden, um Serotonin natürlich zu steigern. Besonders moderates Ausdauertraining wie Spaziergänge, Radfahren oder Yoga wirkt sich positiv auf die Serotoninausschüttung aus.

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Studien zeigen, dass Bewegung genauso wirksam gegen leichte bis mittelschwere Depressionen sein kann wie Antidepressiva.

Tanzen und Musik verstärken diesen Effekt zusätzlich – also leg deine Lieblingsmusik auf und beweg dich!

4. Entspannung & soziale Kontakte – das unsichtbare Serotonin-Doping

Serotonin ist eng mit sozialem Wohlbefinden verknüpft. Positive soziale Interaktionen, Berührungen und gemeinsame Erlebnisse steigern den Serotoninspiegel messbar.

  • Lächeln – auch wenn dir nicht danach ist: Studien zeigen, dass allein das Hochziehen der Mundwinkel Serotonin freisetzen kann.
  • Umarmungen & Nähe: Körperkontakt setzt Oxytocin frei, das die Serotoninwirkung verstärkt.Serotonin – Dein innerer Ruhepol und Glücksbringer - Teil 3 des Belohnungskreislaufes – Seelensachen No. 65, diealltagsfeierin.de
  • Achtsamkeit & Meditation: Regelmäßige Entspannungsübungen können Serotonin und damit dein Wohlbefinden steigern.

Fazit: Serotonin als Schlüssel zu innerer Balance

Serotonin ist unser natürlicher Stimmungsaufheller. Während Dopamin uns antreibt und Adrenalin uns wachhält, sorgt Serotonin für innere Ruhe, emotionale Stabilität und Wohlbefinden.

Das Beste daran? Du kannst deine Serotoninproduktion aktiv beeinflussen – durch Ernährung, Licht, Bewegung und soziale Interaktionen.

Probiere es aus: Geh morgens in die Sonne, iss ein tryptophanreiches Frühstück und bewege dich regelmäßig. Dein Körper wird es dir danken!

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie über Belohnungskreisläufe. Falls du die bisherigen Artikel über Dopamin und Adrenalin/Noradrenalin verpasst hast, schau gerne rein, hier kommst du direkt zu den Artikeln:

Dopamin – Der Kreislauf der Motivation
Adrenalin/Noradrenalin – Dein innerer Turbo oder Dauerstress?

Wir hoffen, dir gefällt diese Arikelserie. Welche Themen würden dich auch noch interessieren? Erzähl mal.

Hab einen schönen Donnerstag.

Liebe Grüße

Susanne & Bettina

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