Seelensachen * Wünsch dir was und warum gerade DEINE Wünsche wichtig sind *

Vor einiger Zeit hatte ich euch auf Insta in den Stories mal nach den Wünschen für euch als Mom gefragt. Viele von euch haben dann auch geantwortet und bei ca. der Hälfte von euch war die Antwort ein Wunsch für einen anderen Menschen.

Gar nicht verwunderlich, denn dass wir mit unseren Gedanken öfters mehr bei anderen als bei uns sind, ist bei vielen von uns schon in Fleisch und Blut übergegangen.

Leider mündet das dann oft in ein Sich-Selbst-Vergessen oder -Verlieren, weil man mehr damit beschäftigt ist zu scannen, was denn unsere Mitmenschen so brauchen, damit es ihnen gut geht.

Deshalb habe ich in der  #diefreitagsfragerei nochmals ganz explizit nach DEINEM Wunsch gefragt, politisch Korrektes bei Seite geschoben und auch die guten Wünsche für die Menschen, die dir nahestehen.

Heute geht es mal nur um DICH!

Aber ich wünsche mir doch nur, dass es meinen Lieben gut geht!

Viel zu oft ist man der Auffassung, dass  es einem selbst auch gut geht, wenn es nur der Familie und den Liebsten gut geht.

Deine Kinder sollen es mal besser als du haben, sie sollen nicht so viel Schlimmes erleben und ihnen sollen ganz viele Erfahrungen erspart bleiben, die du selbst erlebt hast.

Das klingt auf’s erste Nachspüren hin wirklich super und so sollte es doch eine liebende Mutter auch tun.

Wie wird man fit fürs Leben?

Na ja, da bin ich wirklich ganz anderer Meinung. Wie bist du denn zu dem Menschen geworden, der du heute bist? Bist du nur auf rosa Wattewölkchen unterwegs, weil du von früh bis spät geachtet, geliebt und unterstützt wurdest?

Oder ist es vielleicht eher so, dass die wirklich wichtigen Erfahrungen zuerst so richtig weh getan haben, die dich vielleicht komplett aus der Bahn geworfen hatten und du dann aber, mit dem Stinkefinger voran und einem „Jetzt-Erst-Recht-Gefühl“ gestärkt wieder zurückgekommen bist?

Ist das nicht das, was du auch deinen Nachkommen mitgeben möchtest?

Es gibt immer einen Weg: das Leben ist schön, von einfach hat keiner etwas gesagt! (Verfasser unbekannt)

Warum dürfen Kinder nicht auch mal merken, dass Mama traurig ist, dass ein Wunsch nicht erfüllbar ist und dass es Arbeit ist, eine Familie zusammenzuhalten?

Ich habe lange gedacht, ich muss mich verlieren und vergessen und nur für die Bedürfnisse der Anderen da sein, sie vor der Realität abschirmen und ihnen so viele vermeintlich negative Erfahrungen ersparen.

Meine Seele war da ein wenig weitsichtiger und ganz anderer Meinung und mein Körper ist ihr dann auch noch als Buddy zur Seite gesprungen, als ich das nicht kapieren wollte.

Sieh es doch mal so: Wenn du nur damit beschäftigt bist für deine Mitmenschen alle Steine aus dem Weg zu rollen, nimmst du deinem Gegenüber die Verantwortung ab, selbst gut für sich zu sorgen und zu lernen resistent gegenüber den die Herausforderungen des Lebens zu werden.

Raus aus der Komfortzone

Jemand, der nie aus seiner Komfortzone geschubst wird, wird wahrscheinlich unzufrieden, bequem unselbstständig und ist irgendwann auch unterfordert.

Bedürfnisorientierte Erziehung ist im Moment in aller Munde, aber auch hier macht es eine gesunde Mischung, bei der die Bedürfnisse der Eltern auf der gleichen Stufe wie die der Kinder stehen sollten. Stehen sie wahrscheinlich eher nicht ;-))), aber komplett wegrationalisiert sollten sie eben auch nicht sein.

{MONATSMOTTO} JUNI 2017 * RAUS AUS DER KOMFORTZONE *, comfort zone, Monatsmotto, Seelensachen, LIFE begins AT THE END OF YOUR comfort zone

Gerade wenn die Kinder noch klein sind, lebt man ja in so einem Mikrokosmos und kann das noch wunderbar leisten und überblicken. Schon mit dem Besuch von Kita und Kindergarten ändert sich dann so ziemlich alles und die Bedürfnisse des Einzelnen sind manchmal nicht in dem Umfang bedienbar, wie es optimal wäre. Team heißt auch, dass der Einzelne mal warten oder zurückstecken darf und dafür darf gerade in der Familie genügend Raum sein.

Meine Antwort darauf: Wie so oft gilt es, die goldene Mitte zu finden: Wann darf ich einen Schritt zurücktreten, wann kann ich das aber auch ganz gut von meinem Gegenüber fordern und ihn dabei unterstützen , dies zu lernen und zu erkennen. Das versuche ich und mal gelingt es besser oder auch schlechter.

Kinder zur Lebensfähigkeit erziehen

Wenn dich das noch immer nicht überzeugt, auch mal nur über deine Bedürfnisse nachzudenken, habe ich noch eine Geschichte aus der Alltagsfeiereifamilie für dich:

Mein Fräulein Alltagsfeierin hat seit kurzem den Führerschein. Um diesen zu bekommen, musste sie schon während der Ausbildung einen Antrag beim Landratsamt ausfüllen, um diesen zu beantragen.

Also hatte sie sich informiert, wo das Landratsamt in Würzburg ist, hat sich die Busverbindung dazu zusammengestellt und auch geguckt, wann das Amt wie und wie lange geöffnet hat und wann sie es dann zeitlich einrichten kann. Ach ja, den Antrag ausgedruckt, ausgefüllt und von uns unterschreiben lassen hat sie dann auch noch…..

Als sie dann dort angekommen ist, war die zuständige Dame mehr als überrascht, dass sie allein ohne Eltern kam……..ich muss echt sagen, da fehlten MIR dann die Worte, als sie mir das erzählte……….

Die Kinder dürfen Auto fahren, kurz darauf bereits zum Wählen gehen, sind vom Gesetz her erwachsen und können aber nicht einen Antrag alleine auf ein Amt bringen?!?!?

Irgendwie mache ich mir da schon ein wenig Sorgen um die Zukunft!

Also bitte, bitte, büüüüüdddeeeee mache dein Kind zu einem selbstständig lebenden Menschen, unterstütze so viel wie nötig und so wenig wie möglich……in der Pubertät werden sie es dir wahrscheinlich nicht so wirklich danken, aber sicherlich später im Rückblick.

Du darfst mal nein zum Mamataxi sagen, sie schaffen das ganz sicher!!!

Gerade dieses Beispiel lässt sich auf so vieles übertragen. Schau mal genau hin.

Wenn du erkannt hast, dass du eben keine Rabenmutter bist, wenn du auch mal deine Bedürfnisse zur Kenntnis nimmst, dann bist du jetzt bereit, dir diese mal genauer anzusehen und zu gucken, wie du sie ausreichend in deinem Leben platzieren kannst.

Was sind DEINE Bedürfnisse /Wünsche?

– endlich mal wieder acht Stunden am Stück schlafen

– den Chef zum Mond schießen

–  endlich “DAS” Projekt abschließen

– mehr Achtsamkeit mir gegenüber

– Gesundheit

– Finanzielle Sicherheit im Alter

– eine Reise um die Welt

– Zeit für mich allein

– ein Fotoatelier, direkt hier ans Haus gebaut, mit lichtdurchflutetem Raum, Küche und Workshopraum, dadurch die Möglichkeit, Berufliches und Privates komplett zu trennen und trotzdem mit wenigen Schritten vom einen in das andere wechseln zu können

Aufschreiben!

Ich habe jetzt mal alles so aufgeschrieben, was mir in den Sinn kam, was ich bei euch gelesen hatte oder wo ich mir vorstellen kann, dass das Wünsche sind, die viele haben….Du kannst gerne mal raten, was davon auf mich zutrifft ;-))))).

Schreibe dir doch mal alle Wünsche auf, die mit dir zu tun haben. Egal ob realistisch oder aus dem Wolkenkuckuksheim, ohne sie zu werten und ohne sie gleich als politisch unkorrekt abzustempeln.

Ja darf ich mir denn nur den Weltfrieden wünschen?

Natürlich darfst du, du darfst dir alles wünschen. Warum ich das allerdings persönlich nicht machen würde, das zu erklären, verschiebe ich ans Ende dieses Artikels.

Ich finde allerdings, dass ich mir auch ruhig mal etwas wünschen darf, das unerreichbar scheint, abgehoben oder eben nicht realistisch. Aber warum nicht wirklich einmal kurz für einen kleinen Zeitraum ganz heimlich all das sammeln, was so in einem schlummert…..wir sind ja noch nicht am Ende…nur Mut. Es muss keiner sehen, du kannst es im Anschluss verbrennen. Mache es dir aber mal deutlich, denn das bringt einen Prozess in Gang.

Hilfen zur Wunschermittlung und -erfüllung

Ein Mood- und Ideenboard ist da etwas, das mir schon länger vorschwebt. Ein Platz, an dem positive Affirmationen hängen, Bilder, die mich ansprechen, Post-Its mit Ideen und Projekten. Etwas, das ständig in Bewegung ist, wächst oder sich verkleinert und sich verändert.

Beginnen kann man auch mit einem Vision-Board, also mit einer Art Collage, auf der du erst einmal lauter Bilder aus Zeitschriften klebst, die irgendwas in dir zum Klingen bringen.

Das war mal eine Aufgabe, die ich bei meinem Klinikaufenthalt in einer Einzeltherapie gestellt bekommen habe, an einem Tag, an dem es mir wirklich unterirdisch ging. Was soll ich sagen: all das, was ich symbolisch auf dem Bild ausgedrückt habe, ist wahr geworden: Ich habe mich und die Alltagsfeierei gefunden, dadurch das Bloggen, Fotografieren und Schreiben und konnte es sogar zu meinem Beruf machen.

So ein kleines Projekt hilft dir nämlich auch ein wenig auf der unterbewussten Schiene zu forschen, was du so für deine eigene kleine Welt brauchst.

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Visionen

Nach dem Wünschen geht es eigentlich erst richtig los. Denn wenn du dir deine Wünsche ansiehst, wirst du feststellen, dass du meistens gar nicht nur dasitzen und abwarten musst, dass sich deine Wünsche erfüllen.

In ganz vielen Fällen kannst du nämlich aktiv daran arbeiten, dass deine Visionen, das sind deine Wünsche nämlich eigentlich, wahr werden können.

Nicht alle auf einmal und auch nicht gleich jetzt und heute, aber du hast so viel in der Hand, es zumindest zu versuchen, sie  in die Realität umszusetzen

Du hast es in der Hand

Fang einfach an, wenn du gar nicht weißt wo rechts und links ist, dann mache nur diese Liste, verstecke sie, trage sie bei dir und lass sie erst mal ruhen.

Der Tag wird kommen, an dem du für den nächsten Schritt bereit bist.

Trau dich und wenn du noch mehr Input brauchst, dann ist meine Seelensache No. 08 * Make dreams happen * bestimmt unterstützend .

Was ist denn jetzt mit dem Weltfrieden?

Ach ja, meine Antwort mit dem “Weltfrieden wünschen” steht noch aus, wobei hier dieses Thema für so viele andere auch steht: Etwas so Umfassendes, das nicht nur mich betrifft, kann ich mir einfach nicht wünschen und das werde ich auch alleine nicht rocken, also lasse ich solche Wünsche lieber und wähle das, was ich auch ein bisschen selbst mit in der Hand habe:  z. B. Frieden in meiner Familie: Ich lebe das als Vorbild und wer weiß, wenn das ein paar mehr Menschen auf ihrer Wunschliste haben, zieht das auch sein Kreise und kann weiter wirken.

Wünsch dir was  und werde dann selbst aktiv

Denn was ich beim Schreiben dieses Artikels auch gemerkt habe: das, was ich mir persönlich wünsche, hat doch das Potential, wahr zu werden. Es erscheint auf den ersten Blick zwar schwer erreichbar, aber nicht unmöglich. Herausfordernd, aber trotzdem schaffbar. Na ja, ich bin und bleibe nun mal eine optimistische Realistin ;-)))).

Vieles liegt nicht in der Hand des Einzelnen: Ich kann mir Gesundheit wünschen, aber um mich da ein bisschen sicherer zu fühlen, sollte ich nicht nur dasitzen, abwarten und hoffen. Mich aktiv darum zu bemühen, zu gucken, was ich selbst zu dieser Wunscherfüllung beitragen kann, ist hier mein Ansatz. Ob das Leben das dann auch so sieht? Das weiß ich erst am Ende ;-)))), dann habe ich es aber nicht mehr in der Hand und kann so ganz entspannt sagen: „Ich habe alles Mögliche versucht!”

Auch dürfen sich meine Wünsche um mich drehen, für die Wunscherfüllung der anderen dürfen diese selbst verantwortlich sein.

Ich wünsche dir für heute, dass du einen ersten deiner Wünsche beachtest und mal guckst, wie er sich so für dich erfüllen kann.

Alltagsfeierliche Wünsche

 

Bettina

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Herzlichen Dank für diesen tollen Artikel und die tollen Inspirationen auch im Hinblick auf die Selbstständigkeit der -größeren- Kinder ! Allerdings gar nicht so einfach so in sich hineinzuhören und hinzuspüren was man selber möchte , such wirklich wünscht …. Liebe Grüße!

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