Manchmal bin ich selbst meine beste Leserin und zwar immer dann, wenn es in mir mal wieder grummelt oder schon eher tobt.

Das ist zur Zeit so: jede Nacht habe ich Träume, die mir morgens durch die Finger rinnen, aber doch ein Gefühl der Anstrengung und des regelrechten Kampfes zurücklassen.

Irgendetwas beschäftigt mich, etwas, was ich nicht richtig “begreifen” kann und mein Unterbewusstsein deshalb das Kommando übernimmt.

Es knarrt und ich lasse es zu, zumindest bis zu einem bestimmten Punkt. Dann bin ich aber doch kein Optimist, oder?

Denn was ist denn ein Optimist? Ein Mensch, der immerzu und ständig allem etwas Positives abgewinnen kann. Der sich bei negativen Themen kurz schüttelt und sie einfach wegschiebt. Vielleicht sie auch in Grund und Boden quatscht, indem er ihnen einfach keinen Platz im Leben einräumt.

Eine Möglichkeit und bestimmt auch für den ein oder anderen der richtige Weg.

Für mich fühlt sich das grundverkehrt an und wenn einem dann noch ein Zitat wie

Du bist selber schuld, wenn du nicht glücklich bist! (aus Ma Vie März/April 18)

um die Ohren gehauen wird, dann bin ich komplett raus.

Gefühle, ob nun positiv oder negativ, gehören zu mir als Person dazu und es gibt Zeiten, da ist es eher schattig in meinem Leben. Glücklich sein klappt dann nur so semigut. Da nach dem Schuldprinzip zu urteilen: nööööööööp!!!

Was bin ich also ? – Ich würde  mich mal als „optimistischen Realisten“ bezeichnen.

Optimistischer Realist

Meine Basis besteht daraus, dass alles seinen Weg gehen wird. Dabei träume ich auch gerne groß und traue dem Plan meines Lebens für mich so einiges zu.

Mir ist aber trotzdem bewusst, dass nicht immer alles gleich funktioniert, dass es Haken und Stolperstellen geben kann und dass auch manchmal ein Kurswechsel nötig ist.

Die WOOP-Methode

Dass ich nicht die erste bin, die diesen Ansatz für sich gefunden hat, ist auch klar. Gabriele Oettinger, die Autorin von “Die Psychologie des Gelingens”, beschreibt das mit der sogenannten WOOP-Methode: Wish, Outcome, Obstacle, Plan, was übersetzt so viel wie „Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan” heißt.

Sie verfolgt die These, dass Ziele besser erreichbar sind, wenn zu den Träumen für die Zukunft noch folgendes dazu kommt:

Erkenne die Hindernisse, die deinen Träumen und dem besten anzunehmenden Ergebnis entgegenstehen können und plane, wie du diese dann überwinden kannst.

Übersetzt also: Träume das Beste für dich und schau zu, wie du die Hindernisse, die sich bei der Traumerfüllung ergeben könnten (innerlich oder äußerlich), aus dem Weg räumst.

Das finde ich doch mal einen guten Ansatz, denn dieser lässt das pure Leben so sein, wie es eben ist.

Es gibt nämlich gute und schlechte Tage, es gibt Zeiten, in denen es schwerfällt, aufzustehen oder in denen man nicht weiß, wie man den Tag aufrecht überleben soll.

Auch an solchen Tagen hilft dann die Portion Optimismus und Zuversicht, dass es wieder anders wird, auch wenn es sich (in dem gespürten Moment) als permanent und festsitzend anfühlt.

Den Optimismus trainieren

Damit mir diese positive Einstellung auch erhalten bleibt, wenn ich taumle, übe ich regelmäßig und besonders in guten Zeiten, mir der schönen Dinge, die mein Leben so beinhaltet, bewusst zu werden.

Instagram hat mir am Anfang die Plattform dafür gegeben und ich bin dadurch auch dort hängen geblieben. Kleine Glücklichmacher, die ich mir mit einem Bild sichtbar gemacht und so auch fixiert habe.

Wenn du jetzt ganz an den Anfang meiner Galerie zurückkehren würdest, würdest du genau solche Fotos sehen: meine Tasse Kaffee mit Milchschaum und meinem Blütenhäubchen, frisch eingekochte Marmelade, Blumen und selbstgemachte Karten.

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So habe ich in dieser schwierigen Zeit jeden Tag ein Licht gegen die über mir schwebende Dunkelheit gesetzt.

Mein Optimismus war zu diesem Zeitpunkt lediglich ein zartes Pflänzchen, das erst noch kräftigere Wurzeln ziehen durfte und dann auch bekommen hat.

Ganz früher habe ich nämlich für mich die These vertreten (und das ziemlich vehement ;-))))), dass ich von Geburt an ein pessimistischer Mensch bin, der eher vom Schlechten als vom Guten ausgegangen ist. Dementsprechend pessimistisch und ängstlich bin ich so durchs Leben gegangen.

Inzwischen weiß ich, dass die Grundeinstellung, also ob du eher optimistisch oder pessimistisch veranlagt bist, auch teilweise angeboren, also genetisch bedingt ist. Das Gute aber: du kannst sie trainieren und wie ein Muskel kann deine optimistische Sichtweise wachsen.

Wenn du dich bewusst dafür entscheidest, dass du den schönen Erlebnissen und Dingen mehr Beachtung schenkst, wirst du aktiv und das ist immer besser als passiv abzuwarten, was das Leben so mit dir vorhat.

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Trainiere deinen Optimismus

Wichtig ist auch, dass du das quasi jeden Tag ein kleines bisschen übst, so dass du in stressigen und schwierigen Zeiten bereits einen Automatismus entwickelt hast und es einfach ein Teil deines Lebens ist: das Sammeln der klitzekleinen Glücklichmacher.

Denke auch an die Kraft der Formulierung und zaubere dir so ganz andere Gelegenheiten. Sag nicht; „Ich muss!”, sondern „ich kann, ich möchte, ich werde, ich darf!”, auch das bewirkt, ganz nebenbei, in dir eine ganze Menge.

Kennst du den Begriff der SELBSTWIRKSAMKEIT?

Geprägt wurde dieser vom amerikanischen Psychologen Albert Bandura. Darunter versteht man die Überzeugung einer Person, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich zu meistern.

Also glaub an dich! Denn du kannst alles schaffen als optimistischer Realist ;-)))).

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Diese Begrifflichkeit habe ich inzwischen verinnerlicht und das tut wirklich gut.

Denn ich gehe meinen Weg, auch wenn ich weiß, dass es manchmal holprig, undurchsichtig und kompliziert ist.

Ich gestalte endlich mein Leben nach meinen Wünschen und wer mich schon ein bisschen länger begleitet, weiß auch, was für eine 180°-Wende mein Leben dadurch erfahren hat.

Eben genau durch das Wünschen, Träumen, Planen und Steine- aus- dem- Weg- Räumen und das ist einfach WUNDERBAR.

Genau das wünsche ich dir auch und deshalb schließe jetzt doch kurz mal die Augen und wünsch dir was ;-))))). Ich habe das soeben getan und wenn es sich erfüllt hat, dann werde ich es dir erzählen….

Hab einen schönen Vizefreitag.

Donnerstagsfeierliche Grüße

Bettina

Magst du noch mehr Seelensachen von mir lesen? Hier findest du “Make dreams happen”, denn das passt auch ganz gut zum heutigen Thema

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