Während ich das hier schreibe, sitze ich gerade im Zug Richtung Hamburg. Ich bin sehr früh, also sehr, sehr, sehr früh aufgestanden, habe meine sieben Sachen gepackt und starte auf eine Reise, obwohl es eine ganz gewöhnliche Schulwoche ist.

Die Ladies haben ganz normal Schule, der Göga geht seiner Beschäftigung nach und ich eben auch. Working Mom und das obwohl ich gar nicht weiß, ob ich in diesem Fall so richtig von Arbeiten reden kann.

Ich bin auf dem Weg nach Sylt zu unserem ganz persönlichen Syltglück 2018 das von Anja @dieschminktante und Uta vom @alterkonsumvereinsylt  organisiert wurde.

Netzwerken unter Bloggerkolleginnen, Austausch und auch ein Verwöhnprogramm soll es werden, das alles in einer gemütlichen Umgebung auf der Trauminsel Sylt.

Anfang des Jahres flatterte diese Post in meinen Mailpostfach und ich war mehr als freudig überrascht darüber. Auf Anja bin ich über Umwege aufmerksam geworden, bei Denise von Frl Ordnung entdeckt und über Instagram rein aus sympathischen Vibes gefolgt, denn Beauty und Schminken sind ja nicht wirklich mein Schwerpunkt. So sind wir in Kontakt gekommen, ganz soft.

Auf der Blogst in Berlin war Anja dann auch persönlich vor Ort und ich habe sie dann (mit ganz viel Mut und Anlauf ;-)) angesprochen.

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Ja und dann kam eben diese Mail, genau zum richtigen Zeitpunkt. Neues Jahr, neuer Power – du verstehst bestimmt was ich meine.

Denn wenn ich überlege wie es vor ca. 2 Jahren war, dann kann ich gar nicht glauben, wo ich mich jetzt befinde.

Was war das im Februar 2016?

Alltagsfeierin habe ich mich da schon genannt und ganz frisch 40 war ich gerade geworden. Gesundheitlich ging es mir wieder besser, wobei ich noch recht weit von einer Stabilität entfernt war.

Den Alltag zu meistern mit Haushalt, Kindern und Göga war anstrengend genug. Fotografiert habe ich noch mit irgendeinem Smartphone, ein abgelegtes von meinem Mann, allerdings hatte mich der Virus des Fotografierens schon leicht infiziert und bald sollte ich richtig Feuer fangen, denn mein Mr. Right schenkte mir ein IPhone.

Das hat dann alles Weitere ins Laufen gebracht. Denn wenn solch ein Handy schon solche Fotos macht, was wäre denn dann, wenn ich eine Kamera hätte…..und auch über das Bloggen dachte ich immer mehr nach und ich fing an, mich mit beidem zu beschäftigen. Ganz langsam, in meinem Tempo und ebenso wie es gerade gepasst hat.

Im Juni 2016 zu meinem ersten Instagram-Geburtstag, habe ich mir  meinen Blog geschenkt. Also gut, geschenkt eher nicht, hart erarbeitet mit stundenlangem Recherchieren auf YouTube, Verzweifeln, Ausprobieren und dann irgendwie hinbasteln……

Ja und dann habe ich auf veröffentlichen gedrückt, es keinem verraten und einfach damit angefangen……

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Ich gönnte ich mir eine Spiegelreflexkamera (diese hier habe ich: Canon EOS 750D SLR-Digitalkamera (24 Megapixel, APS-C CMOS-Sensor, WiFi, NFC, Full-HD, Kit inkl. EF-S 18-55 mm IS STM Objektiv) schwarz (Affiliate Link*) und einige Foto- und Bildbearbeitungskurse besuchte ich auch. Das Feuer brannte weiter….

Die ersten Anfragen von Firmen trudelten ein und das ist schon ein besonderes Gefühl, wenn deine Fotos geschätzt werden.  Foto gegen Produkt – zu diesem Zeitpunkt absolut okay für mich und auch das habe ich schon als Werbung gekennzeichnet ;-).  Für viele Anfragen war ich mir da aber auch schon zu schade, denn irgendwelche Ketten, Armbänder etc. von riesengroßen Unternehmen……nöp.

2017

Ende 2016, Anfang 2017 hat es dann innerlich angefangen, bei mir zu quietschen: Nur Familienmanagerin war mir zu wenig, wieder zurück in den alten Job kräftemäßig nicht möglich und herzens- und bauchtechnisch eine Katastrophe.

Die Beratung bei diversen Stellen hatten einen Nenner:  bisschen alt, um noch was Neues anzufangen……na danke auch dafür #nicht.

Dann habe ich weiter in mich gelauscht und gespürt, dass ich darauf nicht hören darf und mich an einen Flyer erinnert, der schon ein bisschen länger bei mir herumlag. Bei uns im Landkreis gibt es die Beratungsstelle Frau & Beruf und dort habe ich einen Termin vereinbart.

Das war dann auch einer meiner Meilensteine, denn dort wurde ich mit meinen Bedürfnissen, Ängsten und auch (damals noch) Träumen ernst genommen und mir wurde aufgezeigt, dass auch für mich noch ganz viele Wege offenstehen.

Es war ein sehr emotionales Gespräch mit vielen Tränen meinerseits und trotzdem auf Augenhöhe.

Daraus folgernd habe ich den Schritt gewagt und mich zu einem Fernstudium zur Fotodesignerin eingeschrieben. Denn ich wollte das Fotografieren noch mehr begreifen und tiefer in die Bildbearbeitung einsteigen. Außerdem habe ich Seminare und Workshops besucht, die von dieser Stelle aus angeboten wurden.

Außerdem wollte ich das Bloggen noch besser verstehen, andere Blogger(innen) kennenlernen und tiefer in diese Materie eindringen.

Hier kamen dann die Ladies von @Blogst ins Spiel und ich habe den ersten Workshop gebucht. 2017 hat sich dann zu meinem Blogst-Jahr gemausert und generell sehe ich mich gerade in Mitten meiner Ausbildung zu meinem neuen Beruf(spuzzle).

Fernstudium, Blogst-Workshops und -konferenzen, ich war diesbezüglich sehr viel unterwegs.

Ich, die Urlaubs- und Reiseverweigerin, habe das Alleinreisen für mich entdeckt.

Der nächste Schritt

Wie es dann zu “der alltagsfeierei ” kam, kannst du hier nachlesen…..denn ich habe es wirklich getan, ich bin auf dem Weg, mich beruflich völlig neu zu orientieren.

Woohoo sage ich da mal ganz zu mir selbst, denn am Realisieren und Glauben darf ich noch arbeiten. Auch noch an ganz vielen anderen Bereichen, denn nicht überall kommt das gleich gut an.

Da muss man sich erst an die neue Situation gewöhnen und weil alles doch ganz gut so war wie es war, ist das nicht immer einfach. Da wird dieser Berufszweig abgewertet und nicht als solcher akzeptiert. Es gibt einfach noch viel Klärungsbedarf, eben genau deshalb, weil es ein relativ neues Berufsbild ist.

Man selbst hat vieles für sich zu entscheiden, da der Übergang vom Beruflichen zum Privaten nahtlos ist. Was und wie viel zeige ich, wieviel fühlt sich gut und richtig an? Wie vermeide ich auszubrennen, weil es ständig etwas zu tun gibt?

Außerdem ist man der Meinung so vieler ausgesetzt, Menschen die entscheiden möchten, wie man das, was man tut, zu tun hat. Ganz viel zu geben, bitte gerne: schöne Fotos, aufmunternde Worte und Geschichten. Wenn man aber dafür eine Entlohnung erhält, dann ist das verwerflich und nicht mehr authentisch.

Nicht zu vergessen die Konkurrenz, die herrscht, das Vergleichen, das so einfach möglich, Jette @SuperMom hat da einen tollen Artikel dazu geschrieben, da steckt vieles drin, das ich auch so sehe.

Aber weißt du was? Ich bin inzwischen stark genug dafür zu wissen, wer ich bin und wie ich was tun möchte und so mache ich das dann auch.

Mein Herz hüpft, während ich das schreibe, mein Herz hüpft, wenn ein Kunde mich nach einer Idee fragt und ich mich dann kreativ ausleben kann mit ganz viel Alltagsfeierei dazu. Manchmal möchte ich meine Kamera gar nicht mehr weglegen, weil ich in diesem Bereich noch so viel lernen kann und möchte. Diese Wertschätzung, die ich für meine Arbeit erfahre, möchte ich nicht mehr missen und besser kann es doch nicht sein, wenn ich für das, was ich tue und liebe, noch eine Rechnung schreiben kann;-).

Ich weiß inzwischen, was ich wert bin, also nicht nur, weil ich leiste, sondern weil ich bin so wie ich bin. Davon möchte ich dir ganz viel abgeben und hoffe, dass das so richtig ansteckend wirkt.

Denn wenn du mit dir im Reinen bist, ganz nah bei dir selbst, hat das auch Auswirkungen auf deine Umgebung.

Wohin meine Reise geht? Also erst mal nach Sylt und dann schau mer mal ;-).

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Jetzt freue ich mich erst mal auf meine anderen Kolleginnen Denise @frlordnung,  Sabine @meandmr.right und Andrea @dreiraumhaus und die Erlebnisse, die ich dort in meinem Herzen archivieren kann.

Alltagsfeierliche Grüße

 

Bettina

5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

ich war ein klitzekleiner teil deiner Reise und du hast mich sehr beeindruckt und berührt. danke dafür!
schön jetzt freue ich mich auf unser wiedersehen, weil ich weiß, dass es großartig werden wird!

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    Alltagsfeierin
    7. Februar 2018 18:00

    Hallo du Liebe,

    ich finde es auch sooooo toll, dass unsere Weg sich gekreuzt haben. Wir bleiben in Kontakt, ich wünsche dir ein sanftes Heimkommen nach deiner etwas holprigen Heimreise.

    Liebe Grüße

    Bettina

    Antworten

Wow, Bettina…

WEnn ich schon da wäre wo Du jetzt oder auf der Hälfte,
dann wäre ich glücklich.
Ich lese so gern bei Dir.

Liebe Grüße
elke von elke.works

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Liebe Bettina, so ein schöner Post, er hat mich sehr berührt. Denn ich verfolge deinen Blog schon länger und lese wahnsinnig gerne von dir. Es ist schön zu lesen, wie du dich Schritt für Schritt selbst verwirklichst, immer mehr aus dir herauskommst. Man spürt wie viel Spaß dir das macht und wie viel Herzblut in jedem Wort und Foto steckt. Danke, dass du das mit uns teilst ❤️ Viele Grüße Ina

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[…] bin bettina und denise begegnet. von den beiden wusste ich gar nichts als ich losgelaufen bin. 6 frauen sind […]

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