Eine neue Runde Seelensachen geht heute online und darüber freue ich mich sehr. Themen schwirren mir ja immer recht viele im Kopf umher, diese allerdings dann geordnet zu bekommen, besonders im Bereich “Seele”, fällt mir oft immens schwer.

Wie schön ist da ein Rezept oder DIY, denn da gibt es eine Anleitung, also quasi ein Gerüst, an dem man sich entlang hangeln kann. Wenn ich bei so einem Artikel ins Stolpern komme, dann fange ich genau mit dem Kern an: der Anleitung und / oder der Zutatenliste.

Diese ist fix und da kann es auch nur ganz wenige Alternativen geben.

Anders bei Themen, die dich und deine Seele, dein Herz oder deinen Bauch beschäftigen. Da ist so gar nichts übertrag- und vergleichbar.

Deshalb kann ich in meinem Artikel immer nur von mir schreiben, wie ich das wahrnehme und empfinde und wenn du dann ein Fünkchen oder sogar einen Flächenbrand aus dem Artikel ziehen kannst, dann ist das wunderbar, wenn nicht, dann auch, denn dann weißt du schon mal, was NICHT für dich passend ist und auch das ist oft schon sehr hilfreich.

Puhhhh , eine lange Anleitung, quasi das Wort zu den Seelensachen 2018. Für Januar geht das schon mal ;-).

Heute geht es um einen Kommentar, den ich auf Instagram von meiner lieben Stammleserin und Seelenschwester lieses_leben bekommen habe:

“Hallo liebe Bettina, ich weiß nicht, ob Du schon darüber geschrieben hast auf Deinem Blog… Aber mich würde ein Bericht darüber interessieren, was Deine Familie dazu gesagt hast, als Du mit Deinem Blog angefangen bist. Ich liebäugel’ auch schon sehr lange damit, einen Blog zu erschaffen und sei es nur für mich. Aber mich hindert noch der Gedanke daran, dass mein Mann, meine Familie es doof finden würden. Es würde mir keiner untersagen, aber trotzdem möchte ich damit keinen Unfrieden schaffen, wenn ich plötzlich im Internet präsenter wäre. Verstehst Du, was ich meine? “

Ich habe völlig verstanden, was sie damit meint und kann ihre Bedenken und auch, dass sie darüber nachdenkt, was “die Anderen” darüber denken würden, nachvollziehen. Allerdings war das bei meiner Entscheidungsfindung bezüglich des Bloggens nicht wichtig und ausschlaggebend für mich.

Lange Zeit habe ich mich genau danach gerichtet und mehr nach außen statt nach innen geschaut, hier (die Anderen hatten in diesem Artikel schon einen Auftritt) und dort habe ich darüber schon geschrieben.

Entscheidungsfindung a la Alltagsfeierin:

Inzwischen hat sich da meine Einstellung aber ziemlich geändert und dadurch auch mein Leben bzw. wie ich dieses gestalte.

Denn ich habe mich davon freigemacht, beziehungsweise ich mache mich immer öfters davon frei, mir darüber zu viele Gedanken zu machen (gut, es wäre gelogen, wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich mir das alles völlig am A….vorbei geht ;-))))), was denn andere so von meinen Projekten und Plänen halten.

Die tatsächliche Entscheidung, ob ich ein Projekt starte, ob ich z. B. einen Blog schreibe, ob ich weiter in meinem Job bleibe, wie ich mich kleide und wie viele Ehrenämter ich z. B. übernehme, wie ich meinen Geburtstag feiere uvm., treffe ich. Punkt.

Klingt radikal, ich weiß, ist es, aber zuallererst auch so unendlich befreiend.

Das sind nämlich Dinge, die in erster Linie mich betreffen und “die Anderen” teilweise gar nicht oder nur am Rande.

Die Schnittstellen, die sich dann auf Grund meiner Entscheidung entwickeln, und die dann auch mein Umfeld, also la Familia oder andere betreffen, über diese wird dann gesprochen und da lässt sich dann ein Kompromiss finden, mit dem alle leben können.

Das war bei Instagram so und später auch beim Bloggen: wird zum Beispiel la Familia gezeigt und werden die richtigen Namen genannt?

Darüber haben wir uns ausgetauscht und eine gemeinsame Entscheidung getroffen.

Dann gibt es Dinge, an denen nicht zu rütteln ist: auf einem Blog besteht Impressumspflicht, darüber kann dann auch gar nicht diskutiert werden.

Wie sieht das bei dir aus?

Kannst du das auch für dich sagen oder fällt es dir schwer, auf die Meinung der Anderen zu verzichten bzw. findest du es angenehmer wenn du vorher die Unterstützung zugesagt bekommen hast?

Wenn es das zweite ist, was hält dich davon ab, nur nach deinen Wünschen und deinem Bauchgefühl zu gehen? Ich denke das, was es bei den meisten ist:

Im Herzen möchte man einfach geliebt, geschätzt, unterstützt und anerkannt werden und eben nicht dauernd (negativ) kritisiert, analysiert und mit weisen und vermeintlich wohlgemeinten Ratschlägen überschüttet und belehrt werden.

Was ist also der einfachste Weg, positiv wahrgenommen zu werden? Man guckt immer ganz genau, was das Gegenüber erwartet, wie es tickt und was seine Werte und Lebensziele sind…..

Das aber bitte immer, ständig und durchgehend. Maske auf und los geht’s……

Klappt bestimmt gut und damit hast du garantiert Erfolg im Gemocht-Werden, allerdings wirst du ganz schnell etwas ganz Wichtiges verlieren: DICH SELBST!

Also nicht wirklich die ultimative Lösung ;-).

Ich habe mich dafür entschieden, dass ich so sein möchte wie ich nun mal bin, nicht immer einfach und mit Ecken und Kanten, allerdings auch kreativ, voller positiver Vibes und mit einer treuen Seele, die auch mal allein sein muss, um zu sich zu kommen.

Das kann jetzt den Anderen gefallen oder nicht……

Ich möchte “Nein” sagen können und trotzdem akzeptiert sein.

Darüber können sich die Anderen jetzt aufregen oder es auch einfach so stehen lassen.

Ich möchte mich verwirklichen können und freue mich auch mal über eine ehrliche Wertschätzung.

Das ist mein Wunsch und die Wertschätzung, wenn ich sie bekomme, sehe ich als großes Geschenk, allerdings nicht als Grundlage damit ich mich ausgeglichen und angenommen fühle.

Dazu braucht mein Gegenüber nicht der gleichen Meinung sein, sollte sich aber zumindest mal ein bisschen Zeit nehmen zuzuhören und zu verstehen. Das Gleiche biete ich nämlich auch. Sollte der Andere allerdings nur daran interessiert sein, mir seine Meinung oder Werte mitteilen zu wollen und (ungefragt) vor die Füße zu werfen um…….., ja um was eigentlich………………., ohne o. g. Bereitschaft, dann kann ich gut darauf verzichten ;-).

Denn oft hilft bei Entscheidungsfindungen auch ein konstruktives Gespräch, das gar keine endgültige Lösung bereit hält.

Wenn du anfängst so zu leben, dann wird es wahrscheinlich erst mal rappeln innerlich wie äußerlich. Bei einer Veränderung wird es immer jemanden geben, dem das so gar nicht gefällt. Es war nämlich sehr bequem für “den Anderen”, dass du dich so nach ihm gerichtet hast.

Auch das kann recht schmerzhaft sein, es lohnt sich aber, denn ganz zum Schluss hast du das Umfeld, das dir guttut und unterstützend für dich da ist.

So und jetzt nochmal zur Frage meiner Leserin:

Das mit dem Bloggen ist aus meiner Instagramgalerie entstanden und somit hatte la Familia die Möglichkeit sich daran zu gewöhnen. Mit der Gründung des Blogs bin ich dann auch längere Zeit “schwanger” gegangen und als die Entscheidung für mich feststand, habe ich angefangen, mich damit auseinanderzusetzen, wie denn so die technischen Grundlagen sind und habe angefangen es zu tun.

Ganz ehrlich, ich weiß gar nicht mehr genau, ob es der Göga von Anfang an mitbekommen hat, da ihn dieses Thema, zu diesem Zeitpunkt so gar nicht interessiert hat und er sich da nicht richtig auskannte und auskennen wollte, auch das hat sich ein bisschen verändert, denn wir sind ja jetzt auch als “die alltagsfeierei” unterwegs. Die Mädels interessiert mein Blog nicht die Bohne. Das große Tochterkind, nimmt ihn lediglich her, wenn sie eines der verbloggten Rezepte nachkocht.

Ganz am Anfang habe ich mich, in meinem Leben-1.0-Umfeld, ziemlich ruhig verhalten und nicht direkt vom Bloggen erzählt. Auch das musste er innerlich reifen, wachsen und eine Selbstverständlichkeit für mich dazu einstellen.

Diese Selbstverständlichkeit entwickelt sich gerade bei mir und es fühlt sich einfach richtig an. Inzwischen lesen teilweise meine Tanten mit und Zumbakolleginnen kochen meine Rezepte nach. WUNDERBAR!!!!

Bestimmt gibt es auch Stimmen, die das nicht so positiv sehen…….ehm ja, und weiter…….;-)?  Dann wissen sie wenigstens über was sie sich so unterhalten könnten, wenn ich nicht da bin ;-))))).

Mir tut es gut, ich bin mehr ICH als ich es jemals zuvor in meinem Leben war.

Also war da mein persönlicher Ansatz auch genau die richtige Vorgehensweise.

Ich habe nur dieses EINE Leben und das war oft schon steinig genug, deshalb bin ich nicht mehr wirklich bereit, Kompromisse zu machen, die zu meinen Lasten gehen. Insbesondere die Tatsache, dass ich nur dann sehen kann wie etwas wird, ob es für mich etwas ist und ob es mich erfüllt, wenn ich es ausprobiere. Eine Entscheidung kann auch modifiziert werden.

Jetzt bin ich gespannt auf dein Feedback. Wenn du magst, dann lass mir einen Kommentar da.

Seelensachen, Selbstfürsorge, Entscheidungen treffen, die Anderen, sei gut zu dir, coatching, druck raus, lebensfreude rein, Lightbox

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit guten Entscheidungen für dich und Kompromissen, die das sind, was sie sein sollen: ein treffen in der Mitte.

Freitagsfeierliche Grüße

Bettina

Übrigens:

Ein Blog kann auch ganz privat starten, also ohne dass der Blog von Suchmaschinen gefunden wird oder er kann sogar ganz privat geschaltet sein und du kannst den Zugang nur ausgewählten Personen gestatten, auch das ist möglich……..

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

[…] andere sind mir völlig unbekannt. und sie bleiben lange hier und lesen viele seiten.  darüber denkt man automatisch nach. man fragt sich, ist es ok hier soviel von einem preiszugeben? was mögen die […]

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