Guten Morgen, happy (hier darfst du den heutigen Tag ergänzen ;-))))).

Der Kaffee ist zubereitet, die Spülmaschine hat schon wieder ihre nächste Schicht begonnen und ich genieße die morgendliche Ruhe nach dem (Pubertinchen)-Sturm.

Mir geht ein Kommentar von einer Instagalerie durch den Kopf, da ging es um Prioritätensetzung.

Eine Leserin schrieb, dass das total schwer für sie ist bzw. eigentlich (traurigerweise) total klar: erst die Anderen, dann sie selbst (also sie quasi nie).

Das kenne ich von mir seeeeehr gut, das ist jetzt allerdings schon einige Jahre her….und hat dann auch bei mir mit einem totalen Zusammenbruch enden müssen.

Ich war es mir nicht wert, dass ich mir selbst wichtig bin, denn konzentriert darauf, Leistung zu bringen und alles am Laufen zu halten (auf höchstem Standard selbstverständlich), war meine Priorität.

Alles richtig zu machen, so wie es die ANDEREN als richtig definieren, das war mein erstes Ziel und Lebensinhalt.

Heute weiß ich, wie verdreht diese Einstellung war, denn das konnte ich gar nicht hinbekommen…

Dein “Richtig” ist nicht mein “Richtig” und das wird es auch nie sein.

Dazu sind unsere Voraussetzungen einfach zu unterschiedlich und auch wenn sie nach außen hin identisch wirken, es ist nicht so.

Es fängt schon mit der Geburt an und den familiären Verstrickungen, die du quasi kostenfrei dazugeliefert bekommst.

Meist ist es dieses Gesamtpaket, das dich dann genau mit dieser Wahrheit ausstattet:

Leiste was, dann biste was. Sei schön brav, unauffällig und lieb, dann ist alles tutti paletti.

Füge dich den Gegebenheiten und laufe mit dem Strom. Stelle keine unnötigen Fragen, so wurde es immer schon gemacht und dann wird das auch richtig sein.

Was bildest du dir eigentlich ein, dass du meinst, da aus der Reihe tänzeln zu dürfen……

Was ist der Kern von allem? Angst!

Angst, die diejenigen habe, die diese Glaubenssätze verbreiten und Angst, die dann bei dir entsteht, wenn du dich dem widersetzt.

Das Schöne: gegen die Angst kannst du etwas tun und deshalb möchte ich jetzt dir mal ein paar Glaubenssätze schreiben, die bei mir inzwischen langsam aus einem Samenkorn ein Pflänzchen wachsen lassen.

Wohlwollende Affirmationen:

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Du bist genau so richtig.

Du bist gut so wie du bist.

Du darfst einfach sein, ganz ohne Bedingung und Auflagen.

Mit dem Zeitpunkt deiner Geburt wurde dir genau dieses Geschenk gemacht: du darfst leben.

Du bist wertvoll ganz ohne Leistung.

Einfach weil du bist, bist du sooooooo wunderbar.

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Was passiert, wenn du ab sofort die oben genannten Aussagen glaubst?

Das kann ich dir verraten: Du wirst genau zu dem lebensbejahenden Menschen, der du schon immer ganz tief in dir drinnen warst.

Weil du ja zum Leben sagst, sagst du ja zu dir selbst und deshalb wirst du Schritt für Schritt zukünftig immer mehr darauf achten, ob ein JA in dir klingt oder ob du da etwas zu modifizieren hast.

Ab sofort änderst du deine Prioritätensetzung und stellst dich und deine Person auf die gleiche Ebene wie die anderen.

Das fühlt sich am Anfang bestimmt komisch und vielleicht sogar unpassend und aufmüpfig an, dann setzte die oben aufgeschriebenen Aussagen dagegen, ganz leise in deinen Gedanken.

Traue dich, das erste NEIN deines Lebens zu sagen und es nicht zu erklären, zu analysieren oder zu rechtfertigen.

Sag nein:

“Mama, kannst du heute meine Lieblingshose noch waschen?”

“Nein, aber ich kann dir zeigen, wie du sie waschen kannst.”

Woohoo………was glaubst du, was dann geschieht?

Hier gibt es drölfzillionen Möglichkeiten.

Sag nochmal nein ;-):

“Kannst du einen Kuchen für das Kindergartenfest backen?”

“Nein, dieses Mal nicht.”

Was geschieht……wahrscheinlich nicht so viel….und das ist auch völlig egal, denn das, was beim anderen geschieht, ist genau dort – beim anderen -.

Damit hast du nichts zu tun, selbst wenn deine Gefühle gleich ein Feuerwerk auffahren und dich vom Gegenteil überzeugen wollen. Glaube ihnen nicht.

Es ist dein NEIN und somit das JA zu dir.

ES IST DER ANFANG!!!!

Lasse dir die Zeit, übe viel (dazu hast du jeden Tag die Möglichkeit) und du kannst das sogar ganz ohne andere Personen tun.

“Die Wäsche wird heute nicht mehr zusammengelegt, ich lege mich jetzt eine halbe Stunde hin, weil ich erschöpft bin.”

Ein JA zu dir.

Am Anfang wird es dich oft beuteln und ins Straucheln bringen. Aber immer mehr klitzekleine Sternchen werden das begleiten und irgendwann durchdringen: DEINE NEUE WAHRHEIT!

Es werden einige Änderungen nötig sein. Arbeiten dürfen umverteilt oder abgeschafft werden. Manches wird ausgelagert oder es wird ein Dritter mit ins Boot geholt.

Erst einmal wird es seltsam sein und wahrscheinlich auch immens viel Kraft kosten, dann wird es aber, du wirst es gar nicht so wahrnehmen, nach und nach Gewohnheit und sogar eine Kraftquelle, die dafür sorgt, dass doch alles gut läuft und du den Kuchen bei der nächsten Anfrage mit Leichtigkeit, easy peasy und einfach so backen wirst ;-))))).

Also vielleicht, denn unter Umständen taucht da plötzlich ein Mensch auf, der das auch übernehmen kann und das auch gut macht, ohne dass du ein schlechtes Gewissen haben musst.

Nur das mit dem Hosenwaschen, das solltest du wirklich weiterhin dein Pubertinchen übernehmen lassen, das findet es nämlich eigentlich sogar richtig gut (also ganz tief innen drinnen……), dass es jetzt schon eine Waschmaschine bedienen kann und es quasi schon reif fürs Ausziehen ist ;-))))).

Lightbox, AusbilduSeelensachen, das JA zu dir selbst, Selbstfürsorge, einfach sein

Ich wünsche dir einen bejahenden Tag.

Alltagsfeierliche Grüße

 

Bettina

P. S. : Liebe Karina @https://www.instagram.com/real_shorty_99/, danke an das Erinnern an den Satz: “ein Nein zu dir, ist ein Ja zu mir.”, der diesen Text hervorgebracht hat.

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5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Liebe Bettina, eine sehr gute Freundin hat mir nen Link zu diesem Artikel geschickt und ich wollte sagen , wie sehr mich die Wahrheit darin angesprochen hat. Sehr, sehr schöner Blog!

Antworten
    Alltagsfeierin
    22. Oktober 2017 9:28

    Hallo Ute,

    es freut mich sehr, dass der Artikel seinen Weg zu dir gefunden hat. Ich hoffe du sagst ganz oft “JA” zu dir.

    Schönen Sonntag wünsche ich dir.

    Liebe Grüße

    Bettina

    Antworten

Liebe Bettina, welch wahre Worte! Ich arbeite seit vielen Jahren an den “Neins” und dem “ja” zu mir! Ich bin noch nicht ganz angekommen, aber schon viel viel näher! – Ich arbeite täglich an mir! Vielen Dank für die Erinnerung und liebe Grüße zu Dir! Kathrin

Antworten
    Alltagsfeierin
    31. Oktober 2017 10:30

    Hallo Kathrin,

    das dauert auch einfach seine Zeit, wie eigentlich alles im Leben. Dieses sofort und gleich ist doch nur Show, wenn du hinter die Kulissen blickst, sieht das meist ganz anders aus.

    Liebe Grüße

    Bettina

    Antworten
Tina Huppmann
20. Juli 2018 22:45

Liebe Bettina,
ich habe heute erst diesen Beitrag gelesen. Und er trifft in meiner jetzigen Situation zu,wie die Faust aufs Auge.
Ich hätte keinen passenderen Bericht lesen können. Und ich danke dir sehr dafür. Ich bin noch totaler Anfänger, aber ich übe fleißig.
Gvlg und alles Liebe
Tina

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