Seelensachen No. 55 – die Sache mit der Leichtigkeit

Seelensachen No 55 - Pusteblume, Die Sache mit der Leichtigkeit

„Es ist sehr leicht, Dinge schwer zu machen, aber viel schwieriger ist es, Dinge leicht zu machen.“ (Rutger Bergman) (Danke Katrin, den hab ich bei dir entdeckt)

Ist das wirklich so?

Diese Frage begleitet mich tatsächlich regelmäßig, seit ich im Januar mit meiner Ausbildung zur Life Trust Coaching® begonnen habe: „Ist das wirklich so, oder kann ich es noch aus einer anderen Sichtweise betrachten?“

Beim oben genannten Zitat konnte ich das für mich dann ziemlich schnell falsifizieren.

Sicherlich fühlt es sich tatsächlich meistens so an, dass es sich erstmal schwieriger gestaltet und dennoch steckt genau das gleiche Potential dahinter: schwierig oder leicht? Wir können da viel beeinflussen, wie z. B. Routinen zu etablieren, die es auf Dauer #vielleichter machen.

Das kannst du dir nicht vorstellen? Okay, dann versuche ich es dir mal in meinen Worten zu erklären.

Überlege mal, was fühlt sich für dich so richtig richtig schwer an? Wo wünschst du dir mehr Leichtigkeit, hast aber keine Ahnung, wie das funktionieren soll?

Diesen Ist-Zustand brauchen wir als Basis und ich werde dir meine Antwort als Beispiel beschreiben, damit du das für dich dann auf dein Thema modifizieren kannst.

Richtig richtig schwer fühlt es sich für mich nur noch selten an (manchmal ;-))) denn ich bin da schon dran, es in ein #vielleichter umzuwandeln wie das alles funktionieren soll, was gerade so in meinem Leben neue Prioritäten bekommt. Wie ich das alles rocken soll und was das für Veränderungen in mein Leben bringen wird. Und wie das dann möglich sein kann – erstmal, wie oben schon geschrieben – keine Ahnung.

Ich hoffe, dass du dich vielleicht jetzt schon ein bisschen entspannen kannst, denn das ist ein ganz schön großes Paket, was ich da als Beispiel gewählt habe. Und da kommen wir schon an den ersten Punkt: alles auf einmal – das wird nicht funktionieren und doch darf dieser Ist-Zustand erstmal ganz ungefiltert auf den Tisch gepackt werden: raus damit!

  1. Verschaffe dir den Überblick über den Ist-Zustand

Wie du das gut machen kannst, darüber habe ich schon mal in meiner Ausmisterei-Serie geschrieben: Seelensachen 20.2 – die IST-Liste 

Alles raus – ganz ungefiltert – je nachdem, was du für ein Typ bist: strukturiert oder einfach durcheinander. Das Ordnen kommt später.

  1. Welcher Punkt auf dieser Liste belastet dich am meisten? Wenn das so gar nicht für dich funktioniert: Welcher Bereich hätte die größte Wirkung auf dein Leben, wenn sich da etwas leichter anfühlen würde? Oder: Was glaubst du, könntest du jetzt schon am leichtesten ändern?

Mich belastet am meisten, dass ich so viele Ideen habe, so viele Projekte und nicht weiß, wie ich diese zeitlich auf die Reihe bekommen kann. Wie rauskommen aus diesem Dilemma?

  1. Nächste Liste: was fällt in Bezug auf diesen Bereich alles darunter?

Bei mir sieht das z.B. folgendermaßen aus:

  • Workshops vorbereiten und geben
  • Inhalt Membership
  • Ausbildung LTC
  • Vertiefende Ausbildungen Human Design
  • de
  • Mentorings
  • Eigene Bodygraphchart
  • Diverse Projekte mit anderen
  • Das bisschen Haushalt
  • Administrative und technische Gegebenheiten
  • Zeit für mich und meine Herzhüpfereien

Okay, so wirklich leicht fühlt sich das nicht an ;-))). Deshalb kommt jetzt das zum Zug:

  1. Zwischenspiel – kleiner Rückblick und die Frage: Was hast du denn schon gerockt, was tatsächlich erstmal unmöglich schien. Wie hast du das gemacht? Erzähl mal.

In Bezug auf mich, wusste ich im November 2021, als ich wohl das erste Mal die Idee für die Membership hatte,  tatsächlich nicht, wie das überhaupt verwirklicht, umgesetzt, werden könnte und jetzt seit Mitte Mai ist diese da und sogar sehr real. „Nebenher“ und das auch nicht nur larifari, läuft meine Ausbildung und ich kann da ziemlich gut mithalten. Ich bekam bis vor kurzem den Ausgleich mit meinem regelmäßigen Sport hin und noch so vieles mehr…

Welche Erfolgsgeschichte fällt dir da in deinem Leben ein? Es geht hier nicht um eine große Sache, alles zählt hier.

  1. Verfeinerung des Belastet-Mich-Sehr-Punktes: was hast du hier schon gemacht, was noch nicht? Was ist davon tatsächlich der wahre und wichtigste Kern?

Hier habe ich einige Dinge aufgelistet, die ich mir bewusst gemacht habe/ genauer aufgeschlüsselt/ betrachtet habe:

  • Workshops vorbereiten und geben

Muss das allein umgesetzt werden? Wer wäre als Partner:in denkbar? Welches Material gibt es schon und kann einfach in einen WS umgebaut werden? Wieviel Aufwand steckt dahinter?

Aller Anfang ist schwer, das bleibt nicht so. Es entwickeln sich Routinen, der Umgang mit den Programmen und Anwendungen wird immer klarer. Die Routinen sorgen dafür, dass wieder mehr Raum für andere Tätigkeiten frei wird.

  • Ausbildung LTC

Wieviel Zeit brauche ich hier? Was kann ich tatsächlich, trotz Empfehlung meines Lehrers, anders und feiner auf mich abgestimmt machen? Ich bin mir bewusst: auch hier haben sich Routinen gebildet, die gut umzusetzen und einzubauen sind.

  • Vertiefende Ausbildungen Human Design

Ganz klar: erstmal Stopp, zumindest was die größeren Weiterbildungen betrifft, das ist gerade nicht dran und läuft mir auch nicht weg.

  • diealltagsfeierin.de

Das Bloggen liebe ich noch immer und auch das, was durch meine Gastautor:innen entsteht und sich so auch ein wenig neu ausrichtet. Hier habe ich mich jetzt einfach entschieden, den Druck rauszunehmen. Die Artikel, die von meiner Seite aus geplant sind, auch locker umzuwerfen oder auch mal sein zu lassen. Das allermeiste ist kostenloser Content, was tatsächlich nichts zu meinem Lebensunterhalt beiträgt, da darf ich sehr sehr locker werden und das fühlt sich so tatsächlich #vielleichter an.

Das ist noch nicht alles ;-)))

  • Mentorings

Hier bin ich schon sehr klar, habe einen guten Rhythmus gefunden und kann das gut integrieren. Und auch hier merke ich entstehende Routinen, die ein gutes Fundament schaffen.

  • Eigene Bodygraphchart

Da ist der Ball gerade beim Entwickler und doch sehe ich hier auch das Potential, was mir wieder mehr Freiraum schenken wird. So ist der derzeitige Aufwand für später absolut gerechtfertigt

  • Diverse Projekte mit anderen

Hier halten wir es so: let it flow, nicht alles muss SOFORT, GLEICH und UMGEHEND erfolgen. Wichtig sind hier die vielen Möglichkeiten, die einfach guttun, weil auch das wieder unser/mein inneres Feuer zum Lodern bringt.

  • Das bisschen Haushalt

Tatsächlich gerade immer noch die größte, weil sehr vernachlässigte Nr. auf der Liste. Hier ist die Schonfrist der Familienmitglieder nun allerdings bald abgelaufen und dann werden die Gespräche beginnen: #vielleichter wird’s dann hoffentlich danach.

  • Administrative und technische Gegebenheiten

Gerade die technischen Gegebenheiten brauchen hier und da ein Upgrade. Wie schön, dass mir immer wieder Menschen ins Leben purzeln, die mich ein Stück weiterbringen.

Seelensachen No 55 - Pusteblume, Die Sache mit der Leichtigkeit

Wo ist denn nur die Leichtigkeit?

Klingt das, was ich oben geschrieben habe sehr schwer? Dann kann ich dich beruhigen, denn tatsächlich ist das zwar auch ziemlich viel, aber durch die Techniken, die ich in meiner Ausbildung bereits gelernt habe und auch mein Wissen um meinen eigenen Energiehaushalt, der mir durch mein Human Design Experiment sehr klar ist, kann ich das gut managen.

Wie ich wirklich etwas ändern konnte

So ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, dir meine Gamechanger vorzustellen, die hier zum Einsatz kommen:

  • Ich kenne meinen Sinn des Lebens, d. h. ich weiß, warum ich jeden Tag aufstehe und das hat nur mit mir zu tun. Obwohl das so ist, hat das ganz viel auch mit meinem Umfeld, Privatleben und meiner Berufung zu tun und das bringt mich dazu, dass mir auch die Herausforderungen unterm Strich leichter gelingen.
  • Eine große Vision, verknüpft mit meinem Wofür, die dadurch unterstützt wird, weil ich jetzt selbst schon so einige Beweise für meinen Verstand sammeln konnte, dass so viel mehr möglich ist, obwohl ich das erstmal als „groß Träumen“ eingeordnet hatte.
  • Entspannt bleiben und der Satz: „Ich muss (noch) nicht wissen, wie das funktionieren wird“, trägt mich durch meine vollen Tage.
  • Das Wissen, wie FLOW funktioniert und das regelmäßige Anwenden dieses Tools lässt mich so einiges rocken. Ich weiß, wie ich in meinem Gehirn eine eigene Dopamin-Party starten kann und was danach zu tun ist. So komme ich vom Träumen ins Machen und habe auch keinen Schöpfungsstau (ein Gefühl der Überforderung), das mich erstarren lässt.
  • Ich kenne meine inneren und äußere Kraft-Ressourcen, damit sind das Kennen des eigenen „Schatzes“ gemeint (wie ich meine natürliche Freude entfache, wo ich selbstwirksam und dankbar sein kann und wie ich meine Gedanken positiv ausrichte, ohne auch die Schatten und Schwierigkeiten zu verleugnen). Die äußeren Ressourcen sind dann das, wofür ich sorgen kann. Was brauche ich von außen: Informationen, Beziehungen, finanzielle Mittel. Wichtig hier: sie passen zu meinem Leben, sind nicht größenwahnsinnig oder unrealistisch, sondern ganz persönlich auf mich abgestimmt.
  • Mein Leben besteht nicht nur aus auspowern, sondern gerade die Tools sind unerlässlich, die meinen Kopf still werden lassen und mich beim Entspannen unterstützen: meine Meditationen und Zumbastunden, daran wird nicht gerüttelt.
  • Ich kenne das, was machbar ist und feiere den kleinen und auch größeren Meilenstein ganz bewusst.
  • Die Menschen in meinem Umfeld sind die richtigen. Wir helfen uns gegenseitig und dieses Fundament ist unbezahlbar.
  • Auch der Compound Effekt kommt bei mir zum Einsatz: durch meine Vision mache ich mich auf den Weg und jeder kleine Schritt wird mich ein Stück weiterbringen. Das Ziel muss in meinem Fall nicht glasklar sein, das hat mir das Leben so oft die letzten Jahre deutlich gemacht. Kleine Zwischenziele in der greifbaren Nähe sind natürlich schon auch mit an Bord.
  • Ich stehe dazu und spreche darüber, auch wenn es sich mal schwer anfühlt, ich Angst vor meiner eigenen Courage habe, ich von etwas getroffen bin oder einfach nur mal einen fxxxx schlechten Tag habe. Hey, wir sind Menschen und dieses Wegdrücken ist auch einer der Gründe, warum es sich manchmal so schwer anfühlt.
  • Bei mir funktioniert das „Eat the Frog“-Prinzip so gar nicht. D. h. ich brauche am Morgen zum Einstieg etwas, was mir richtig Bock und Freude schenkt, die schwereren Aufgaben funktionieren dann tatsächlich auch viel leichter…Vielleicht ist das bei dir auch so.

Die Sache mit der Vollständigkeit ;-)))

Habe ich etwas vergessen? Da bin ich mir sogar sehr sicher ;-))) Und ob sich der Artikel für dich jetzt wirklich leicht anfühlt, das kann sicherlich auch nicht so sein und doch lade ich dich ein, dir die Bereiche rauszusuchen, die dich irgendwie ansprechen. Und das darfst du mir auch gerne schreiben.

Denn über jeden dieser Punkte lässt sich ein weiterer Artikel verfassen und wie du weißt liebe ich es, auf die Inspiration von außen zu reagieren.

Mir hat diese Reflexion geholfen, es nun wieder leichter wahrzunehmen. #derwegentstehtimgehen und genau das mache ich: jeden Tag den nächsten Schritt.

Für noch mehr Leichtigkeit

Brauchst du mehr Leichtigkeit in deinem Leben? Verzweifelst du allein daran? Dann such dir Menschen, die dich dabei unterstützen. Das können einfach Freunde sein oder eben auch über eine gewisse Zeit ein Mentor oder eine Aus- oder Weiterbildung, die dich bei deinem ganz persönlichen Thema an die Hand nimmt.

Ich selbst hatte da jahrelang ein Thema damit, mir das nicht zu erlauben und jetzt kann ich dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen: das waren die besten Investments, die ich für mich gemacht habe.

Das muss auch gar nicht viel kosten, denn leider lässt sich Qualität oft nicht an einem Preis festmachen. Höre da auf dein Bauchgefühl, entscheide in deiner eigenen Energie und lass dir die Zeit, die du brauchst.

Du kannst das, denn du kannst selbstwirksam für mehr Leichtigkeit in deinem Leben sorgen und das beginnt mit dem ersten kleinen Schritt.

Welcher der deine ist, das darfst du durch Ausprobieren herausfinden und das Richtige zeigt sich da eher über dein ganzes System: Hand, Herz, Verstand – als Team, nicht als Einzelkämpfer.

„Es ist sehr leicht, Dinge schwer zu machen, aber viel schwieriger ist es, Dinge leicht zu machen.“ (Rutger Bergman)

Jetzt nochmal zurück zum Zitat. Für mich ist das inzwischen nicht mehr so, denn ich weiß, dass ich genauso, wie ich mir etwas schwierig machen kann, es auch für mich erleichtern kann. Hier auch wieder: für mich ist das so und ich lege hier keinen Wert darauf, Recht zu haben, denn das tatsächliche „Recht haben“ kann es gar nicht geben ;-))), aber das ist wieder eine andere Seelensache…

Danke dir fürs Lesen.

#beYOUtiful und liebe Grüße

Bettina, diealltagsfeierin.de

Merk's dir für später!

1 Kommentare

  1. Liebe Bettina,

    wie schön, dass ich Dich zu diesem Artikel inspirieren konnte. 🥰

    Ich weiß, wie ich mir Dinge leicht machen kann, 🪶 neige aber immer wieder mal, sie mir stattdessen schwer zu machen.

    So passte dieser Kalenderspruch für mich gerade gut. Als Erinnerung, dass es leicht sein darf.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Katrin

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